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Shareware unendlich lange nutzen

27.11.2008 | 10:31 Uhr |

Viele Programme lassen sich nicht installieren, wenn Sie den passenden Lizenzschlüssel nicht zur Hand haben. Im Web können Sie zwar unter Umständen eine Seriennummer besorgen. Wenn Sie dabei ein komisches Gefühl haben, gibt es aber auch andere Möglichkeiten.

Den Testzeitraum von Shareware manipulieren - das klingt im ersten Moment illegal. Es gibt aber durchaus Situationen, in denen es rechtlich völlig in Ordnung ist. Dann nämlich, wenn Sie eine Software legal erworben haben und Ihnen der Freischaltschlüssel nicht (mehr) vorliegt. Sei es, weil Sie ihn verlegt haben, oder weil der Hersteller ihn aufgrund eines Produktionsfehlers nicht beigelegt hat - so etwas kommt tatsächlich hin und wieder vor. Oder aber die Online-Freischaltung der bereits bezahlten Software streikt.

Lizenzschlüssel futsch - und nun?
Der erste Schritt sollte Sie in solchen Fällen natürlich zum Händler oder zum Hersteller führen. Wenn Ihnen das zu umständlich ist, zu lange dauert, Sie keinen Kaufbeleg mehr besitzen oder der Hersteller/Händler nicht reagiert, ist es Ihr gutes Recht, sich anders zu behelfen. Das Gleiche gilt, falls der Hersteller sich weigert, Ihnen eine neue Seriennummer mitzuteilen, oder er gar nicht mehr existiert. Wenn es inzwischen eine neue, teurere Version gibt, verweisen manche Hersteller darauf, dass sie die alte Version nicht mehr unterstützen und auch keinen Lizenzschlüssel mehr dafür ausgeben.

Wenn Sie sich für die Suche nach einem passenden Schlüssel nicht in die dunklen Gefilde des Internets begeben möchten, oder Sie nicht fündig werden, helfen Ihnen die folgenden Tricks vielleicht weiter. Voraussetzung ist, dass es von dem Programm, dessen Seriennummer Sie verloren haben, eine voll funktionsfähige Test- oder Shareware-Version gibt. Sie darf also nur zeitbeschränkt sein.

Manche Tools speichern die Information, wann sie zum ersten Mal gestartet wurden, versteckt in der Windows-Registrierdatenbank. Wenn man den entsprechenden Eintrag löscht, beginnt der Testzeitraum wieder von vorne. Einziger Haken an der Sache: Sie müssen genau wissen, um welchen Registry-Eintrag es sich handelt. Um das herauszufinden, benutzen Sie das Tool Regsnap . Damit legen Sie unmittelbar vor dem ersten Start der Shareware und direkt nach dem ersten Beenden jeweils einen Schnappschuss der Registry an. Dann klicken Sie auf "Vergleiche". Sie erhalten einen Bericht, aus dem hervorgeht, welche Einträge neu angelegt und geändert wurden. Interessant sind vornehmlich die neuen Einträge. Starten Sie nun Regedit, exportieren Sie die neuen Einträge zunächst als Backup, und löschen Sie sie anschließend. Stellen Sie nun das Systemdatum einen Tag nach vorne, und starten Sie die Shareware erneut. Wenn der Testzeitraum wieder von vorne beginnt, waren Sie erfolgreich. Diesen Tipp sollten nur Anwender nutzen, die sich gut mit der Struktur der Registry und mit Regedit auskennen. Denn schlimmstenfalls können Sie durch Löschen eines falschen Eintrags Windows beschädigen. Manche Software verfügt über einen so guten Schutz, dass die Maßnahme nicht hilft.

Die zweite Möglichkeit ist zwar ziemlich banal, aber bei mancher Shareware durchaus wirksam: Sie merken sich das Datum, an dem Sie das Programm installiert haben, und stellen die Systemuhr vor jedem Start zurück. Wenn Ihnen das zu mühselig ist, übertragen Sie diese Aufgabe dem Tool Dkill95 . Ein Assistent fragt, welches Programm mit welchem Datum gestartet werden soll, und legt eine spezielle Verknüpfung an. Diese startet eine Dkill95-Komponente, die das Datum zurückstellt, die gewünschte Shareware startet und das Datum wieder korrigiert. Sie sollten es fortan tunlichst vermeiden, die Shareware über einen anderen Weg als die neue Verknüpfung zu starten. Ansonsten kann es passieren, dass die Testversion den Spuk bemerkt und sich dauerhaft sperrt.

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