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Intelligente Lüftersteuerung per Hardware

03.12.2008 | 10:34 Uhr |

Einfache Lüftersteuerungen sind bereits für 5 Euro erhältlich und bestehen aus einem oder mehreren Reglern, mit denen Sie die Umdrehungsgeschwindigkeit der angeschlossenen Lüfter einstellen können. Ziel ist es hier meistens, die Geräuschentwicklung des PCs zu vermindern.

Achtung: Auch wenn heruntergeregelte Lüfter schön leise arbeiten, sollten Sie nicht vergessen, wozu diese ursprünglich gedacht sind – nämlich um genügend Luft in das PC-Gehäuse beziehungsweise um die PC-Komponenten herum zu befördern. Beobachten Sie die Temperaturen deshalb beim ersten PC-Start sehr genau. Steigt eine Temperatur besonders schnell an oder überschreitet sie den für die Komponente kritischen Wert, sollten Sie Ihren PC umgehend abschalten. Prüfen Sie anschließend, wie es zur Fehlfunktion kam. Scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein, unterziehen Sie Ihren PC einem Leistungstest. Lassen Sie etwa einen anspruchsvollen 3D-Titel laufen oder den Windows-Taschenrechner die Fakultät von 100.000.000 ausrechnen („n!“ in der wissenschaftlichen Ansicht).

Lüftersteuerung mit Temperatursensor
Die Temperaturüberwachung per zusätzlicher Hardware hat den Vorteil, dass Sie anhand der Temperaturanzeige gleich sehen, welche Auswirkung beispielsweise das Herunterregeln der Drehzahl des CPU-Lüfters hat. Bei Bedarf können Sie die Geschwindigkeit wieder erhöhen und so die Komponenten in ihren idealen Temperaturwerten arbeiten lassen. Wie Sie eine solche spezialisierte Hardware-Komponente installieren, erfahren Sie exemplarisch in der nachfolgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Die meisten Lüftersteuerungen bestehen aus drei Komponenten: einem Hauptgerät mit Display, einem Kabelstrang für Lüfter sowie einem oder mehreren Temperaturfühlern. Wir haben uns für die Lüftersteuerung Zalman ZM-MFC2 entschieden: Sie ist für rund 40 Euro erhältlich, besitzt vier Temperatursensoren, kann vier Lüfter steuern und zeigt zudem den Stromverbrauch. Gehen Sie gemäß dieser Anleitung vor, und verlegen Sie die Kabel sorgfältig. So behalten Sie die Übersicht und vermeiden Kabelsalat.

1 Bedienteil befestigen
Die Lüftersteuerung wird in einem 5,25-Zoll-Schacht befestigt. Entfernen Sie dazu eine Laufwerksblende des Gehäuses. Versorgen Sie die Lüftersteuerung über einen der vierpoligen Molex-Stecker am PC-Netzteil mit Strom.

2 USB-Slotblech einbauen
Die Daten des Netzteiladapters gelangen über die mitgelieferte USB-Buchse in den PC. Befestigen Sie sie in einem Slotblech-Einschub. Der Netzteiladapter darf nur dort angeschlossen werden. Intern stecken Sie die Leitung der USB-Buchse an der Lüftersteuereinheit ein.

Ein Temperatursensor überwacht die Festplatte
Vergrößern Ein Temperatursensor überwacht die Festplatte
© 2014

3 Temperatursensoren befestigen
Schließen Sie den Stecker mit den vier Sensoren an der Steuereinheit an. Die vier Temperatursensoren gehören an die wichtigsten, temperaturempfindlichen PC-Komponenten wie CPU, Grafikkarte, Arbeitsspeicher und Festplatte. Kleben Sie den Sensor jeweils am besten direkt auf die Komponente .

4 Lüfter anklemmen
Je nachdem, wo Sie die Temperatursensoren angeklebt haben, müssen Sie nun die entsprechenden Lüfter nacheinander an die Lüftersteuerung anstecken. Dabei haben Sie die Möglichkeit, die Lüfter direkt vom Hauptgerät mit Strom zu versorgen oder die Lüftersteuerung mit Hilfe eines Y-Adapters zwischen Stromversorgung und Lüfter zu schalten. Letzteres ist bei CPU-Lüftern sinnvoll, da sonst die Lüftersteuerung der Hauptplatine Alarm schlägt.

5 Inbetriebnahme
Nun muss noch zwischen PC-Netzteil und Netzkabel das Leistungsmessgerät geschaltet werden – der USB-Stecker kommt in die neu installierte USB-Buchse. Jetzt den PC einschalten und bei den ersten Bootmeldungen auf Pause drücken. Damit halten Sie den Boot-Vorgang an. Jetzt können Sie in Ruhe nachsehen, ob die Lüfter arbeiten und die Temperaturen innerhalb der üblichen Bereiche bleiben.

6 Leistungstest
Simulieren Sie den schlimmsten Fall: Stellen Sie Ihren PC auf oder neben eine Heizung. Lassen Sie aufwendige Berechnungen durchführen, oder starten Sie ein 3D-Testprogramm. Bleiben die Temperaturen innerhalb akzeptabler Grenzen, ist das Lüftungssystem in Ordnung.

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