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Individuelle Wegwerfadressen bei Google Mail und Gmail

31.08.2016 | 09:35 Uhr |

Spam ist extrem nervig. Dagegen helfen Wegwerf-Adressen, die sich auch bei Google Mail einfach einrichten lassen.

Das Problem kennt vermutlich wirklich jeder: Spam! Insbesondere durch das Einbrechen in die Datenbanken diverser Online-Shops in den vergangenen Jahren ist der Markt mit gültigen Mail-Adressen geradezu überflutet. Nun sind solche unerwünschten elektronischen Nachrichten per se meist noch nicht schädlich, aber zumindest lästig. Denn wer möchte schon ständig Viagra bestellen oder sein Paypal-Konto verifizieren …

Wer aber seine normalen Online-Aktivitäten oder Internet-Bestellungen mit seiner originären, also persönlichen Mail-Adresse ausführt, läuft Gefahr, dass im Postfach über kurz oder lang eben auch ein Menge Spam landet. Dagegen helfen diverse Anbieter sogenannter Wegwerfadressen, darunter TrashMail , Wegwerfemail und Spoofmail . Über solche Dienste lassen sich beliebige Mail-Adressen generieren, ohne dass man bei deren Verwendung im Internet die eigentliche Mail-Kennung angeben müsste. Ziel ist, dass Ihre persönliche E-Mail so langfristig spamfrei bleibt.

So stoppen Sie Spam-Mails

Nun bietet Google ebenfalls die weithin unbekannte Möglichkeit, Wegwerfadressen zu generieren. Über die Ergänzung „…+einZusatz“ vor dem @-Zeichen können Sie beliebig viele neue Mailkonten erzeugen. Aus „erikamusterfrau@googlemail.com“ wird beispielsweise „erikamusterfrau+Shop_XY@googlemail.com“ oder „erikamusterfrau+Gewinnspiel_XY@googlemail.com“, das Gleiche funktioniert analog bei der neueren Mail-Variante „@gmail.com“.

Wenn Sie nach dem Muster „Plus-Zeichen (+) und Zusatz“ vorgehen, müssen Sie an den Einstellungen Ihres Mail-Accounts gar nichts ändern. Nachrichten an diese Adressen laufen automatisch im Browser beziehungsweise im Mail-Programm ein. So bekommen Sie einerseits alles über ein Konto zugeschickt, andererseits können Sie die eingehenden Nachrichten über Filter leicht in Ordner verschieben – und damit bei aufkommenden Spam-Nachrichten auch löschen. Nun stellt das natürlich keinen sicheren Schutz gegen den Missbrauch der persönlichen Adresse dar, immerhin läuft der Missbrauch aber nicht mehr vollautomatisiert.

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Als Nebeneffekt wissen Sie zugleich, an welcher Stelle Ihre Mail weitergeben oder abgegriffen wurde. Das hilft zwar nachträglich auch nichts mehr, aber Sie können bei diesem Anbieter natürlich eine andere Wegwerfadresse hinterlegen, sofern sie ihn überhaupt noch weiternutzen möchten.

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