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Panorama-Kollagen mit einem Klick automatisch erstellen

31.12.2008 | 09:00 Uhr |

Ob es die imposante Kathedrale bei einer Städtereise ist, der kilometerlange Sandstrand oder das Panorama vom Gipfel eines Berges – manche Eindrücke möchten Sie gerne in ihrer ganzen Pracht festhalten. Das Problem dabei ist, dass kaum eine Kamera das ganze Gebäude oder das gesamte Panorama in einem Bild so imposant fassen kann, wie es in der Realität ist.

Tipp: Um wirklich beeindruckende Panorama-Aufnahmen zu machen, brauchen Sie keine teure Kamera, sondern lediglich den kostenlosen Image Composite Editor von Microsoft. Das Tool erzeugt aus einer beliebigen Anzahl sich überlappender Bilder automatisch ein Panorama-Bild.

Schritt 1: Panorama fotografieren. Stellen Sie sich an einen Ort, von dem aus Sie das Panorama oder Gebäude ablichten möchten. Dann knipsen Sie von dieser Position aus nach und nach sich überlappende Ausschnitte, bis Sie das Motiv komplett im Kasten haben (wenn auch in Einzelteilen). Bei eindimensionalen Panorama-Aufnahmen (Gipfel-Blick oder Strand) drehen Sie sich nach jedem Bild ein Stück weiter – ohne die Kamera vertikal zu schwenken – bis Sie eine halbe oder ganze Umdrehung geschafft haben. Bei Gebäuden sollten Sie in einer Ecke des zukünftigen Panorama-Bildes anfangen und das Gebäude dann stückweise von oben nach unten abknipsen. Wichtig dabei ist vor allem, dass sich die Bilder überlappen (wenn auch nur geringfügig) – sonst kann sie die Software später nicht zusammensetzen.

Schritt 2: Panorama erzeugen. Sind die Bilder im Kasten, kopieren Sie sie in einen beliebigen Ordner auf Ihrem Rechner. Dann installieren Sie Image Composite Editor und starten das Tool. Markieren Sie nun im Explorer die Bilder, aus denen Sie das Panorama zusammensetzen wollen, und ziehen Sie sie einfach mit gedrückter linker Maustaste in das Tool-Fenster. Je nach Anzahl und Größe der beteiligten Bilder und der PC-Leistung kann der Rechenvorgang bis zu mehrere Minuten dauern. Sobald er abgeschlossen ist, sehen Sie die meist schon sehr gelungene Rohfassung der Kollage.

Schritt 3: Panorama optimieren. Das Gesamtbild setzt sich aus vielen Einzel-Ausschnitten zusammen, die von einem einzigen Standpunkt aus fotografiert wurden. Deshalb ist die Perspektive gerade bei Gebäuden häufig so verzerrt, als würde man das Motiv durch einen Flaschenboden sehen. Um das zu korrigieren, klicken Sie in der oberen Symbolleiste auf den durchsichtigen Würfel und wählen im Menü „Projection“ den Punkt „Perspektive“. Jetzt, da alles im Lot ist, können Sie durch Verschieben des Bildes im Raster noch den Standort des Betrachters beeinflussen.

Schritt 4: Panorama zuschneiden. Sobald Ihnen das Panorama-Bild gefällt, wählen Sie in der oberen Symbolleiste das Zuschnitt-Icon und bestätigen über einen Klick auf „Apply“ die Änderungen aus Schritt 3. Die Ränder des Bildes sind aufgrund der Kollage und Nachbearbeitung meist recht zerfleddert. Um das Bild zuzuschneiden, klicken Sie auf „Automatic Crop“. Falls Ihnen die vorgeschlagene Auswahl nicht zusagt, können Sie sie verändern, indem Sie die Ecken und Ränder der Auswahl mit gedrückter linker Maustaste nach Wunsch verschieben.

Schritt 5: Panorama sichern. Zum Schluss sichern Sie das erzeugte Bild. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten: Falls Sie die Kollage später weiterbearbeiten möchten, klicken Sie auf „File, Save“ und sichern das Projekt unter einem aussagekräftigen Namen. Wenn Sie die Projektdatei per Doppelklick öffnen, liest Image Composite Editor alle zugehörigen Einzelbilder und Einstellungen neu ein, und Sie können weiter daran feilen. Wenn Sie das Panorama in einem Bild sichern möchten, wählen Sie im Feld „Export“ zunächst das Zielformat und eventuell die gewünschte Qualität, in der Drop-down-Liste neben „Scale“ ferner die Auflösung des Bildes. Danach klicken Sie auf „Export“ und vergeben einen Namen – fertig.

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