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Preisvergleich: Wer verlangt am wenigsten?

26.05.2011 | 11:00 Uhr |

Durchblick bei der unüberschaubaren Zahl an Internethändlern wollen Preisvergleichsseiten schaffen. PC WELT hat für diesen Artikel sieben bekannte und auf den deutschen Markt spezialisierte Preissuchmaschinen verglichen.

PC-WELT hat auf sieben bekannten Preisvergleichsseiten nach den günstigsten Preisen für diese zehn aktuellen Artikel gesucht: Apple iPad 16GB 3G, AVM Fritzbox WLAN 7390 (DSL-Router), HTC Desire (Smart-phone, ohne Vertrag), LG BH-10-LS-30 (interner Blu-ray-Brenner), Microsoft Windows 7 Home Premium (Betriebssystem, 64-Bit-Version), Panasonic Lumix DMC-TZ 10 (Digitalkamera), Samsung N220 Marvel Plus (Netbook), Samsung UE 37 C6000 (TV-Gerät), Sony Playstation Move Starter-Paket (Bewegungssteuerung), Western Digital WD20EARS (interne Festplatte).

Obwohl die Preissuchmaschinen regelmäßig von den Versendern mit aktuellen Preislisten gefüttert werden, waren die Unterschiede teils bemerkenswert. Und die Differenzen zu den Angeboten der Händler vor Ort zum Teil noch beachtlicher. Beste in der PC-WELT-Stichprobe: Günstiger.de, Billiger.de und Idealo.de. In immerhin neun von zehn Fällen nannten sie eine sehr günstige Einkaufsquelle. Bei Günstiger.de allein war in acht Fällen der niedrigste Preis zu finden.Bei Smartshopping.de dagegen waren in sechs Fällen die Preise am höchsten.

Wichtig ist auch die Bedienerführung: Während Günstiger.de, Billiger.de und Idealo.de gute Filtermöglichkeiten und übersichtliche Ergebnisse bieten, werden die Preise vor allem bei Shopping.com lieblos präsentiert. Positiv: Bei Idealo.de und Günstiger.de können Sie umfangreiche Kundenkommen tare zu den Händlern nachlesen. Die hohe Fallzahl zeigt schnell, welche Versender es mit dem Service wirklich ernst nehmen und wo der Käufer im Schadensfall in der Warteschleife hängen könnte.

Zusätzlich hat die Redaktion die Preise mit den Angeboten von Amazon verglichen. Schließlich gibt es Käufer, die lieber einem großen Online-Händler vertrauen als kleineren, unbekannten Internetläden. Außerdem versuchen manche Verkäufer, die Nachlässe auf den Preis durch überhöhte Versandkosten auszugleichen. Und siehe da: Nur in drei von zehn Fällen war Amazon mehr als fünf Prozent teurer als das günstigste Angebot der Preissuchmaschinen inklusive Versandkosten. Gerade bei sperrigen und teureren Artikeln macht sich die in der Regel ab einem Warenwert von 20 Euro kostenlose Lieferung von Amazon bezahlt.

Übrigens:

Preise im Preisvergleichsportal bindend: Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs (AZ I ZR 123/08) muss ein Händler darauf achten, dass seine in einem Preisvergleichsportal gelisteten Preise aktuell sind, da dies sonst Irreführung des Verbrauchers sei.

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