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So zählen Websites ihre Besucher

27.09.2007 | 11:20 Uhr |

Der größte Teil aller Informationsangebote im Web ist gratis. Die Menschen, die hier arbeiten, und die erforderliche Technik müssen aber bezahlt werden. Praktisch alle diese Sites finanzieren sich deshalb über Werbung. Die Auftraggeber wollen natürlich wissen, wie viele Menschen ihre Werbung zu sehen bekommen. Bei einer gedruckten Zeitschrift lässt sich die verkaufte Auflage zählen. Bei Online-Angeboten wird in Deutschland das sogenannte IVW-Pixel eingesetzt – auch bei pcwelt.de. Wir erklären die technischen Hintergründe.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Der größte Teil aller Informationsangebote im Web ist gratis. Die Menschen, die hier arbeiten, und die erforderliche Technik müssen aber bezahlt werden. Praktisch alle diese Sites finanzieren sich deshalb über Werbung. Die Auftraggeber wollen natürlich wissen, wie viele Menschen ihre Werbung zu sehen bekommen. Bei einer gedruckten Zeitschrift lässt sich die verkaufte Auflage zählen. Bei Online-Angeboten wird in Deutschland das sogenannte IVW-Pixel eingesetzt – auch bei pcwelt.de. Wir erklären die technischen Hintergründe.

Lösung:

Beim IVW-Pixel wird die Web-Bug-Technik angewendet. Es handelt sich um unsichtbare, oft nur 1×1 Pixel große Grafiken in Web-Seiten, die von einer unabhängigen Institution stammen.

In Deutschland ist dies die IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern). Ihre Meldungen über die Zugriffszahlen akzeptieren die Werbetreibenden als glaubwürdig.

Eigentlich sollte kaum ein Web-Nutzer etwas dagegen einzuwenden haben, dass ein Zähler erhöht wird, wenn er auf eine Web-Seite zugreift. Darüber hinaus erhält die IVW nur Informationen, die man ohnehin bei jedem Besuch auf irgendeiner Web-Seite hinterlässt: Das sind etwa die IP-Adresse des Surfers, die Browser-Version sowie das Betriebssystem – sofern Sie beides nicht verschleiern.

Das Pixel können Sie sichtbar machen: Für den Internet Explorer installieren Sie dazu die Erweiterung Bugnosis , für Firefox :Greasemonkey sowie das :Greasemonkey-Script Web Bug Detector .

Bugnosis ist reichlich betagt. Es wurde für die IE-Versionen 5 und 6 entwickelt. Mit dem IE 7 funktioniert die Erweiterung auch, allerdings lassen sich hier die Einstellungen nicht anpassen. Bugnosis zeigt Web-Bugs als kleine, animierte Käfer und blendet englischsprachige Infos ein: Cookies und Grafiken, bei denen es sich um Web-Bugs handeln könnte, sind dabei gelb unterlegt, eindeutig identifizierte Web-Bugs rot. Der Bericht hilft, die Käfer auch dann aufzuspüren, wenn man sie auf der Web-Seite selbst nicht gleich entdeckt: Sie sitzen häufig am Seitenende, neben Grafikbalken und an anderen unauffälligen Stellen.

Web Bug Detector zeichnet nur kleine Käfer für die Web-Bugs, liefert aber keinen Bericht. Allerdings kann hier Firefox selbst beim Aufspüren helfen: Wenn Sie auf „Extras, Seiteninformationen“ klicken und die Registerkarte „Medien“ wählen, sehen Sie alle Bilder der Seite in einer Liste aufgeführt. Eventuell enthaltene Web-Bugs finden Sie hier nicht als URL aufgelistet. Die Quellen-Angabe beginnt mit „data:image/png“.

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