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IP-Telefonie Klassische Telefone über das Netzwerk anschließen

29.03.2016 | 14:05 Uhr |

Mit IP-TAE-Adaptern kann man gewöhnliche Telefone ans Netzwerk für Gespräche über einen IP-Telefonanschluss anzuschließen.

Diverse Fritzbox-Modelle und viele andere Router verfügen über Telefonie- und damit auch über IP-Telefonie-Unterstützung. Doch nicht immer ist es aus räumlichen Gründen möglich, das Telefon genau dort zu nutzen beziehungsweise anzuschließen, wo der Router steht. Bei DECT-Funktelefonen kann zudem die Gesprächsqualität selbst dann schlecht sein, wenn nur zwei Zimmer zwischen DECT-Basis im Router und dem Mobilgerät liegen. Was aber lässt sich tun, um ein Telefon in jedem Raum der eigenen vier Wände zu verwenden?

IP-Telefonie: Das sind die Vor- und Nachteile
Wenn Sie zu Hause über ein kabelgebundenes Netzwerk – sei es über herkömmliche Netzwerkkabel oder über Powerline-Adapter – verfügen, lässt sich über einen IP-TAE-Adapter jedes Telefon anschließen und verwenden: also sowohl ein kabelgebundenes als auch ein DECT-Gerät mit Basiseinheit. Ein beliebter Adapter ist das Modell SPA112 von Cisco , der im Internet-Handel rund 40 Euro kostet. Er verfügt über zwei Buchsen zum Anschließen von Telefonen sowie eine LAN-Buchse, um es über einen Switch mit dem Heimnetz und damit mit dem Internet zu verbinden. Konfiguriert wird der Adapter über ein Webinterface ähnlich dem der Fritzbox: IP-TAE-Adapter wie dieser Cisco SPA112 ermöglichen es, jedes gewöhnliche Telefon ans Netzwerk für Gespräche über einen IP-Telefonanschluss anzuschließen. Darin stellen Sie die notwendigen Angaben eines Sipgate- oder eines anderen VoIP-Anschlusses ein. Ein solcher Adapter eignet sich auch für „provisionierte“ und vorkonfigurierte Router, wie sie manche DSL- und Internet-Provider ihren Kunden zur Verfügung stellen . Denn die Einstellmöglichkeiten dieser Router – das gilt sogar für die Fritzbox – sind auf diese Weise erheblich eingeschränkt; IP-Telefonie über einen „Fremd“-Anschluss ist oft nicht möglich. Mit einem IPTAE-Adapter umgeht man solche Einschränkungen: Damit lässt sich jeder IP-Telefonanschluss nutzen.

Eine weitere Option zum Anschließen eines schnurgebundenen Telefons an einer beliebigen Stelle in der Wohnung ist eine DECT-Brücke. Sie besteht aus zwei Funkadaptern, von denen einer an den Router wie die Fritzbox oder ein anderes Modell anzuschließen ist. Dieser bildet somit die Basisstation. Der zweite Adapter nimmt die DECT-Signale auf und kann dort platziert werden, wo eben das schnurgebundene Telefon benutzt werden soll. Diese Sets laufen unter der Bezeichnung „schnurlose TAE Anschlussdose“ oder „DECT-Verlängerung“; beim Elektronikversender Conrad kostet ein solches Geräteset gut 60 Euro.

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