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IP-Adresse ändern: So vergeben Sie eine statische IP unter Windows

26.01.2017 | 15:45 Uhr |

Es gibt Gelegenheiten, da ist es nützlich die IP-Adresse des eigenen Rechners so zu ändern, dass sie nicht bei jedem Neustart neu gesetzt werden kann. Wir zeigen, wie Sie das einrichten.

Unter Windows 7, 8 und 10 öffnen Sie mit der Tastenkombination Win-E den Explorer, klicken dort mit der rechten Maustaste auf „Netzwerk“ und wählen dann „Eigenschaften“.

Klicken Sie als Nächstes in der linken Spalte auf „Adaptereinstellungen ändern“. Nun erscheint eine Liste mit den Verbindungen aller Ihrer Netzwerkadapter. Klicken Sie die gewünschte Verbindung per Doppelklick an, dann öffnet sich ein Fenster das den aktuellen Status der Verbindung zeigt. Wenn Sie im nächsten Schritt nun die dynamische IP-Adresse durch eine statische ersetzen, muss diese in Ihrem Netzwerk natürlich frei sein. Eine, die Sie für diesen Zweck immer nehmen können, ist die aktuelle IP des gewählten Adapters. Um sie zu ermitteln, klicken Sie im "Status"-Fenster auf "Details...", und notieren sich die Nummern hinter "IPv4-Adresse", "IPv4-Subnetzmaske", "IPv4-Standardgateway" und die beiden "IPv4-DNS-Server". Danach klicken Sie auf "Schließen". Zurück im "Status"-Fenster wählen Sie hier nun "Eigenschaften".

Doppelklicken Sie auf den Eintrag „Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4)“ und aktivieren Sie im folgenden Fenster statt „IP-Adresse automatisch beziehen“ den Eintrag „Folgende IP-Adresse verwenden“. Nun müssen Sie noch die Felder darunter korrekt ausfüllen. Dazu können Sie die zuvor notierten IPv4-Nummern für Adresse, Subnetzmaske und Standardgateway eingeben. Oder Sie suchen sich eine beliebige andere freie IPs aus Ihrem Subnetz aus.

In der Regel sind die ersten drei Zahlen der IP-Adresse aufgrund Ihres Subnetzes fix, und lediglich bei der letzten Zahl können Sie einen Wert zwischen 1 und 254 wählen. Die Standard-Subnetzmaske 255.255.255.0 sagt nämlich aus, dass die ersten 24 Bit (ersten 3 Zahlen) einer IP-Adresse dem Netzanteil entsprechen, und nur die letzten 8 Bit (letzte Zahl) der Hostanteil sind. Nur IPs mit gleichem Netzanteil können sich im Netzwerk direkt ansprechen.

Die gewünschte IP-Adresse darf in Ihrem Netz allerdings noch nicht vergeben sein. Alle in Ihrem Netzwerk aktuell vergebenen IP-Adressen, können Sie über die Weboberfläche Ihre Routers ermitteln. Diese erreichen Sie standardmäßig ganz einfach, indem Sie in die Adresszeile Ihres Browser http://<IPv4-Standardgateway> eingeben. Wobei <IPv4-Standardgateway> der oben notierten Adresse entspricht.

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Ein Feld weiter unten setzen Sie nun noch die Adresse des DNS-Servers ein, die Sie oben notiert haben. Alternativ können Sie auch andere öffentlich zugängliche DNS-Server nutzen , etwa 8.8.8.8 und 8.8.4.4 von Google. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit OK, dann sind sie auch schon gültig.

Vorsicht: Sämtliche existierende Netzwerkverbindungen werden in diesem Augenblick unterbrochen. Dadurch kann es zu Datenverlusten an geöffneten Dokumenten kommen. Schließen Sie also – wie immer bei größeren Systemeinstellungen – alle geöffneten Programme, bevor Sie Änderungen vornehmen.

Eigene öffentliche IP-Adresse ermitteln

Oben haben wir Ihnen gezeigt, wie Sie die IP-Adresse Ihres PCs oder Notebooks innerhalb Ihres lokalen Netzwerks ändern können. Ihr Netzwerk selbst - beziehungsweise Ihr Router - hat natürlich auch eine öffentliche IP-Adresse, über die es/er im Internet erreichbar ist. Diese Adresse wird durch Ihren Provider in der Regel dynamisch vergeben. Sie können sie nicht direkt ändern, können allerdings die Verbindung Ihres Routers zum Internet erneuern, und so möglicherweise eine neue IP zugewiesen bekommen. Das geht bei der Fritzbox zum Beispiel recht einfach mit dem Firefox Addon Fox!Box oder Cr!Box für Chrome.

Ihre öffentliche IP-Adresse können Sie zum Beispiel auslesen, indem Sie die Seite PC-WELT-Browsercheck öffnen. Dort sehen Sie sie im unteren Drittel neben "Externe IP-Adresse"

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