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TP-Link-Repeater ohne Hürden konfigurieren

11.03.2015 | 09:31 Uhr |

Die Konfiguration mancher WLAN-Repeater von TP-Link bringt Probleme mit sich. Wir liefern Tipps, wie man die Geräte ins eigene Netzwerk einbindet.

Der chinesische Netzwerk-Ausrüster TP-Link hat auch einige WLAN-Repeater im Programm, deren Konfiguration den Anwender teilweise vor große Probleme stellt. Insbesondere das Modell WR710N, das keine WPS-Funktion bietet, sowie der WA830RE sind davon betroffen. Wir liefern hier einige Tipps, wie man die Geräte ins eigene Netzwerk einbindet.

Die größte Hürde bei der Konfiguration der beiden Repeater ist, dass in der Voreinstellung ein DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol) aktiv ist. Ein solcher Server verteilt automatisch IP-Adressen an die Clients im Netzwerk und bedient sich dabei aus einem definierbaren Pool. Er selbst besitzt eine feste Adresse. Weil jeder Client nur eine IP-Adresse haben kann, darf es im Netz auch nur einen DHCP-Server geben. Da oftmals der Router die DHCP-Funktion übernimmt, kommt es nach dem Anschluss der TP-LINK-Repeater zu Konflikten, die sich unter anderem darin äußern, dass das interne Menü der Geräte nicht erreichbar ist.

Um das Problem zu lösen, müssen Sie einen der beiden DHCP-Server deaktivieren. Da das Konfigurationsmenü des Repeaters nicht verfügbar ist, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die Funktion vorübergehend im Router auszuschalten.

Die Vorgehensweise sieht also so aus: Trennen Sie den Repeater vom Stromnetz, rufen Sie im Browser das Menü Ihres Routers auf, deaktivieren Sie den DHCP-Server und stellen Sie seine IP-Adresse auf 192.168.0.10 um. Schieben Sie den Repeater wieder in die Steckdose und verbinden Sie ihn per Ethernet-Kabel mit Ihrem Router. Danach lassen Sie Windows neu booten, so dass es eine passende IP-Adresse vom Repeater empfängt.

Nun geht es darum, zum Menü des Repeaters vorzudringen. Die beiden genannten TP-Link-Geräte sind auf die IP-Adresse 192.168.0.254 voreingestellt und verteilen IP-Adressen aus dem Bereich von 192.168.0.100 bis 192.168.0.199. Lassen Sie Ihren PC per WLAN ins Netz gehen und geben Sie „192.168.0.254“ in den Browser ein, um das Repeater-Menü aufzurufen.

Die Einstellungen sind durch einen Benutzernamen und ein Passwort geschützt, beides finden Sie in der ausführlichen, englischsprachigen Bedienungsanleitung der Geräte. Rufen Sie die DHCP-Einstellungen auf und stellen Sie den Server auf „Disable“.

Beim WR710N kommt nun noch eine Besonderheit hinzu: Dieses Modell lässt sich zwar als DHCP-Server konfigurieren, nicht jedoch als DHCP-Client, der automatisch eine IP-Adresse empfängt. Sie müssen ihm also manuell eine Adresse zuweisen. Wählen Sie eine Adresse, die zu dem Bereich passt, der normalerweise in Ihrem Netz verwendet wird. Ein Fritzbox-Router beispielsweise verwendet standardmäßig 192.168.178.1. Sie könnten dem Repeater in diesem Fall also die Adresse 192.168.178.2 zuweisen. Speichern Sie die Einstellungen zum Schluss mit einem Klick auf „Save“. Zudem müssen Sie den WR710N auf den Modus eines WLAN-Repeaters umstellen, denn standardmäßig arbeitet er als ein Wireless Router, der mehrere WLAN-Clients mit einem DSL-Modem verbindet. Danach sollten Sie den Repeater von Router und Stromnetz abziehen.

Rufen Sie im Browser die IP-Adresse des Routers, also die 192.168.0.10, auf, geben Sie ihm wieder seine alte IP-Adresse und aktivieren Sie den DHCP-Server.

Lassen Sie Ihren Computer neu booten und verbinden Sie den Repeater wieder mit dem Stromnetz. Entweder bekommt er nun vom Router eine IP-Adresse zugewiesen, wie der WA830RE, oder er ist unter der von Ihnen vergebenen Adresse im Netzwerk erreichbar. Nach Eingabe dieser Adresse in den Browser können Sie die Feineinstellungen für das Gerät vornehmen.

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