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High-End-Spiele auf schwache PCs streamen

27.01.2015 | 14:01 Uhr |

Steam In-Home-Streaming ermöglicht es Ihnen, Spiele über das heimische Netzwerk auf schwachbrüstige PCs zu streamen – und das funktioniert auch noch recht simpel!

Dieses Programm brauchen Sie: Steam Client , kostenlos, für Windows XP, Vista, 7

Manchmal ist es einfach bequemer, auf der weichen Couch zu sitzen, ein Gamepad in die Hand zu nehmen und auf dem großen Flachbildfernseher zu spielen – ein Vorteil für Spielekonsolen-Besitzer. Wer keine Konsole möchte, der bastelt sich eventuell einen zweiten, oft auch kleineren Gaming-PC, um so im Wohnzimmer zu daddeln. Doch diese Möglichkeit ist mit hohen Kosten verbunden. Und sich ein mehrere Meter langes HDMI-Kabel durch die eigenen vier Wände zu ziehen, ist ebenfalls nur eine Notlösung.

Doch mit der kostenlosen Funktion In-Home-Streaming der Spiele-Plattform Steam ist es nun allen Nutzern möglich, Spiele im heimischen Netzwerk auf andere Rechner zu streamen. Das Besondere daran ist, dass der Empfänger-PC keine hochgerüstete Gaming-Maschine sein muss – selbst ein Mini-PC, Ultrabook oder Office-Computer genügt bereits vollkommen. Und in den Zeiten von Spielekonsolen-Portierungen auf den PC lassen sich manche Titel sowieso besser mit einem Controller spielen.

Einfache Einrichtung und Bedienung: Für die Einrichtung des In-Home-Streamings sind keine Expertenkenntnisse, Port-Freischaltungen oder andere komplexe Schritte notwendig. Wichtig ist nur, dass sich beide Computer im gleichen Netzwerk befinden, wobei es sogar keine Rolle spielt, ob beispielsweise der Gaming-PC per Kabel und der Empfänger-PC über WLAN ins Netzwerk eingebunden sind. Wir empfehlen allerdings, beide Geräte mit Netzwerkkabel anzuschließen, denn so können Sie Bildrateneinbrüche und hohe Latenzen bereits im Vorfeld weitestgehend vermeiden.

Zweite Voraussetzung ist, dass Sie auf beiden Rechnern Steam installiert und sich mit Ihrem Konto angemeldet haben. Wechseln Sie nun in Ihre Steam-Spielebibliothek auf dem Client (sprich dem Empfänger-PC): Dort ist das eigentliche Logo „Spielen“ nun „Stream“ gewichen – eine Installation des Spiels auf dem Client entfällt natürlich auch. Mit einem Klick starten Sie den Stream und können freudig drauf los daddeln. Natürlich lassen sich die Spiele auch noch auf dem Empfänger-PC installieren, hierfür müssen Sie nur auf den kleinen Pfeil daneben klicken und den entsprechenden Eintrag wählen.

Mehr benötigen Sie im Prinzip nicht. Steam empfiehlt, dass der Client-PC wenigstens über eine Hardware-beschleunigte H264-Decodierung verfügen sollte. Aktuelle Ultrabooks oder PCs unterstützen diese Technik bereits. Außerdem lässt sich über „Steam > Einstellungen > In-Home-Streaming“ die Leistung in Stufen wie „Schnell“ und „Ausgeglichen“ regeln.

Übrigens: Auch Spiele, die Sie nicht über Steam gekauft haben, lassen sich streamen. Hierfür wählen Sie in Steam unten links die Option „Spiel hinzufügen“ und aus dem Auswahlfenster dann „Steam-fremdes Spiel hinzufügen“. Wählen Sie dann aus der nachfolgenden Liste das entsprechende Spiel aus.

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