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Komponenten aus den USA

02.12.2008 | 11:00 Uhr |

Bei einem günstigen Dollarkurs liegt es nahe, sich Hardware aus Amerika zu beschaffen – sei es, indem Sie sie vor Ort kaufen oder bei einem amerikanischen Händler bestellen. Einzig den Einfuhrzoll müssen Sie noch draufschlagen. Doch während Sie US-Festplatten, -Grafikkarten und -Prozessoren problemlos in deutschen Rechnern betreiben können, sieht es bei einigen Komponenten anders aus.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Netzteil: Auf die Eingangsspannung kommt es an. In Amerika arbeiten Elektrogeräte mit 110 beziehungsweise 120 Volt, in Deutschland sind es 230 Volt. Aktuelle Netzteile sind für die unterschiedlichen Spannungen beider Länder ausgelegt, lassen sich also hier wie dort verwenden. Um sicherzugehen, werfen Sie am besten einen Blick in die technischen Daten des Netzteils. Die Angabe zur Eingangsspannung (Input Voltage) verrät Ihnen, ob sich das US-Netzteil auch hierzulande betreiben lässt. Lesen Sie beispielsweise „100 Vac to 240 Vac +/– 10%“, so steht dem Betrieb in Deutschland nichts im Weg. „Vac“ ist übrigens die Abkürzung für „Volt Alternating Current“, also für Wechselspannung. Weitere wichtige Info in den technischen Daten: die Active Power Factor Correction (PFC), die aktive Leistungsfaktorkorrektur. Sie ist auch ein Zeichen dafür, dass sich ein Netzteil weltweit einsetzen lässt. Denn abgesehen von ihrer eigentlichen Aufgabe – die Oberschwingungen so zu minimieren, dass der Leistungsfaktor möglichst nahe am Wert 1 liegt – gleicht die Active PFC auch Schwankungen in der Netzspannung aus. Dadurch sind die unterschiedlichen Netzspannungen meist abgedeckt.

TV-Karte: Wahrscheinlich brauchen Sie eine neue. Der amerikanische Fernsehstandard heißt NTSC und arbeitet mit 60 Hz Wiederholrate, in Deutschland werden Sendungen in PAL und mit 50 Hz ausgestrahlt. Die meisten in Deutschland erhältlichen TV-Karten können PAL- und NTSC-Signale verarbeiten – bei den amerikanischen Modellen ist das nicht immer der Fall. Hier bringt Sie also wieder nur der Blick in die technischen Daten der Karte weiter. Werden beide Standards unterstützt, reicht normalerweise das Umstecken eines Jumpers beziehungsweise eine Änderung in der TV-Software, um eine TV-Karte von NTSC auf PAL umzustellen. Falls PAL nicht möglich ist: Eine neue TV-Karte bekommen Sie ab 20 Euro.

Modem: Bekannte Stecker, unbekannte Töne. In Amerika werden Modems via RJ-11-Stecker mit der Telefondose verbunden – hierzulande ist RJ-45 üblich. Da aber beide Länder am Gerät auf RJ-11 setzen, gibt’s hier keine Probleme – Sie brauchen nur ein deutsches Kabel (rund 15 Euro). Anders sieht’s beim Einwählton aus: Den erkennen manche US-Modelle nicht. Um dies zu beheben, müssen Sie das Modem so konfigurieren, dass es den Ton ignoriert. Eine Anleitung dafür sollten Sie im Handbuch Ihres Modems finden. Weitere Infos zum weltweiten Einsatz von Modems gibt’s unter http://kropla.com/phones.htm .

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