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Lebenserwartung von SSD und HD mit Crystaldiskinfo im Auge behalten

25.06.2013 | 14:34 Uhr |

Mit Crystaldiskinfo können Sie die Lebenserwartung von herkömmlichen Festplatten und Solid State Drives ermitteln und sich so rechtzeitig vor einem drohenden Ausfall schützen.

Zudem überwacht die Freeware die Temperatur der Laufwerke und warnt bei zu großer Hitzeentwicklung. Den Gesundheitszustand der Festplatten visualisiert CrystalDiskInfo über Ampelfarben. Grundlage der Überwachung ist die Diagnosetechnik S.M.A.R.T (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology). Sie muss im Bios des PCs für jedes Laufwerk aktiviert sein (standardmäßig eingestellt), das Sie mit Hilfe von Crystaldiskinfo überwachen wollen.

SSD-Lebenserwartung berechnen: Um einschätzen zu können, wie lange Ihre Solid State Drive wahrscheinlich noch durchhält, müssen Sie zunächst einmal herausfinden, für wie viele Schreibzyklen die verbauten Flashspeicherchips überhaupt ausgelegt sind.

Freeware analysiert PC und warnt vor Hardware-Schäden

Das erfahren Sie beispielsweise in Tests von Fachmagazinen. Bei aktuellen Modellen mit dem gängigsten NAND-Typ (25 nm MLC) vertragen die Bausteine zwischen 3000 und 5000 Schreibzyklen. Multiplizieren Sie diese Zahl mit der nutzbaren Kapazität – so bekommen Sie die Gesamtlebensdauer. Bei einer typischen 120-GB-SSD wären dies 360 bis 600 Terabyte. Diesen sogenannten TBW-Wert (Tera Bytes Written) zeigt Crystaldiskinfo rechts oben unter „Lebenszeit-“ an. Steht dort ein Wert von bereits mehreren hundert TB, droht die SSD bald auszufallen.

Mit Crystaldiskinfo behalten Sie den Zustand von Solid State Drive wie auch herkömmlicher Festplatte immer im Auge und können einen drohenden Ausfall rechtzeitig erkennen.
Vergrößern Mit Crystaldiskinfo behalten Sie den Zustand von Solid State Drive wie auch herkömmlicher Festplatte immer im Auge und können einen drohenden Ausfall rechtzeitig erkennen.

Festplatten-Lebenserwartung einschätzen: Bei ferromagnetischen Laufwerken prognostizieren die Hersteller die Lebenserwartung über die Annualized Failure Rate (AFR). Die AFR errechnet sich aus der Anzahl der Stunden, die die Festplatte unter bestimmten Bedingungen (etwa Temperatur, Einschaltvorgänge) durchschnittlich pro Jahr läuft, und dem MTBF-Wert (Mean Time Between Failures), eine statistische Herstellerangabe für die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen. Ein typischer AFR-Wert liegt meist unter einem Prozent, bei knapp 9000 Stunden Einschaltdauer und 10 000 Start-Stop-Zyklen.

Wie viele Stunden Ihre Festplatte schon auf dem Buckel hat, verrät Crystaldiskinfo ebenfalls rechts oben unter „Betriebsstunden“. Hier brauchen Sie aber nicht wie bei SSDs einen Wert zu ermitteln. Das Tool bezieht alle relevanten Parameter in eine automatische Berechnung mit ein und warnt mit gelben und roten Ampelfarben vor dem Totalausfall der Festplatte.

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