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Einkaufen im Ausland

03.06.2011 | 11:05 Uhr |

Bei teuren Artikeln und bei Produkten, die es in Deutschland noch nicht gibt, kann es sich lohnen, einen ausländischen Händler zu suchen.

Zwar ist der Kurs von US-Dollar und britischem Pfund nicht mehr ganz so attraktiv wie noch vor ein oder zwei Jahren, doch immer noch lässt sich das eine oder andere Schnäppchen machen.

Für die Recherche bieten sich internationale Preissuchmaschinen wie www.geizhals.at an. Klicken Sie oben auf die EU-Flagge mit den Sternen. In den Ergebnislisten sehen Sie vor dem Anbieternamen die jeweilige Landesflagge und erfahren in der Versandkostenspalte, was für die Lieferung nach Deutschland anfällt.

Für Frankreich, England, Australien und die USA stellt www.shopping.com die Preise zusammen, wenn auch in einer etwas unübersichtlichen Ergebnisliste. Klicken Sie ganz unten auf der Seite auf die jeweilige Flagge, da die Seite standardmäßig die Einstellungen des Internet-Browsers übernimmt. Für Einkäufe in den USA können Sie auch die Preisvergleicher www.pricegrabber.com und www.bizrate.com ansteuern.

Ein guter Anlaufpunkt für den asiatischen Raum sind die englischsprachigen Seiten www.play-asia.com und www.yesasia.com. Beide Händler bieten ein mit Amazon vergleichbares Warenspektrum an – von DVDs über Computerspiele bis hin zu Unterhaltungselektronik aller Art. Ein umfangreiches Angebot für Waren aus Hongkong gibt’s bei www.dealextreme.com. Generell versenden diese Händler weltweit – im Falle von Yesasia und Dealextreme sogar kostenlos nach Deutschland, wenn Sie den Mindestbestellwert einhalten, bei Yesasia 39 US-Dollar. Ansonsten kostet der Versand aus dem Ausland meist mehr als innerhalb Deutschlands.

Steuern und Zölle: Prüfen Sie immer, ob alle Steuern im Endpreis enthalten sind. Gerade in den USA werden oft je nach Bundesstaat variierende Umsatzsteuern („Sales Tax“) erhoben, die nicht immer extra ausgewiesen sind. Ein guter Händler wird diese landesspezifische Steuer beim Versand ins Ausland herausrechnen.

In jedem Fall kommt bei Einfuhr aus einem Nicht-EU-Land Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von in der Regel 19 Prozent hinzu, wenn der Warenwert über 22 Euro liegt. Zusätzlich fallen bei der Einfuhr nach Deutschland Zollgebühren an, wenn der Warenwert höher als 150 Euro ist. Wie hoch die Zollgebühren sind, hängt von der Warengruppe ab.Auskunft kann hier die Informationsstelle des Zolls geben.

Einige ausländische Händler bei Ebay, aber auch große Versender deklarieren den Versandartikel als Geschenk oder geben den Wert in den Zollunterlagen niedriger an, damit Sie Zollgebühren sparen. Wenn der Zoll hier auf Ungereimtheiten stößt, prüft er weitere Pakete umso genauer und fordert oft auch nachträglich Gebühren nach.

Einfacher ist das Einkaufen innerhalb der EU. Hier fallen keine zusätzlichen Einfuhrsteuern an. Lediglich die Versandkosten können höher sein als bei Bestellungen innerhalb Deutschlands. Beachten Sie aber, dass die Kundenrechte in den meisten EU-Ländern nicht so ausgeprägt sind wie hierzulande.

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