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Grundwissen zur Windows Registry

Was Sie über die Registry wissen sollten, bevor Sie daran Hand anlegen.

Die Windows-Registry ist der zentrale Speicherort für sämtliche Konfigurationsdaten. Das gilt sowohl für das Windows-System selbst als auch für die Anwendungen. Die Registry liegt nicht als Klartext, sondern in Form binärer Dateien auf der Festplatte, so dass Sie die Windows-Konfiguration nicht einfach mit einem Text-Editor lesen oder ändern können.

Die entsprechenden Dateien befinden sich unter Windows 2000/XP im Verzeichnis %windir%\System32\Config (Dateien ohne Extension), unter Windows 98/ME im Verzeichnis%windir% (System.DAT, User.DAT, ferner Classes.DAT bei ME).

Benutzer haben in der Registry eigentlich nichts zu suchen, so sah es zumindest Microsofts ursprüngliches Konzept vor. Sämtliche Einstellungen sollten über die Oberfläche vorgenommen werden. Inzwischen allerdings finden Sie auch in der Knowledge Base von Microsoft unter http://support.microsoft.com oft genug Problemlösungen, die einen direkten Eingriff in die Registry erfordern.

Das bekannteste Tool für solche Aktionen ist der mitgelieferte Registry-Editor Regedit.EXE. Hier sehen Sie in der linken Spalte die hierarchisch strukturierten Schlüssel, rechts die jeweils zu einem Schlüssel gehörenden Werte. Diese können Sie jeweils mit einem Doppelklick bearbeiten oder über das Kontextmenü mit der der rechten Maustaste neu hinzufügen. Auch neue Unterschlüssel legen Sie auf diesem Weg an.

Sie speichern die Registry oder einen aktuell markierten Teilbereich über den Menüpunkt „Datei, Exportieren“ als Textdatei (Endung:REG), so dass Sie sie mit einem Text-Editor lesen können. Umgekehrt können Sie solche REG-Dateien auch wieder importieren. Beim Import werden alle Schlüssel und Werte, die in Ihrer Registry nicht vorkommen, neu angelegt, alle existierenden mit den neuen Werten überschrieben. REG-Dateien eignen sich daher gut dafür, Windows- oder Anwendungs-Einstellungen weiter zugeben. Doch müssen Sie hier auch Vorsicht walten lassen: Kontrollieren Sie vor dem Import jeder REG-Datei mit Hilfe eines Text-Editors, was diese verändert. Erschließt sich das nicht aus dem Inhalt, verzichten Sie besser darauf – es sei denn, Sie haben die Datei von einer absolut vertrauenswürdigen Quelle erhalten, von der Sie auch EXE-Dateien entgegennehmen und ausführen würden.

Fremde Registry-Dateien, etwa die eines parallel installierten Windows 2000 oder XP, kann der Registry-Editor von Windows XP ebenfalls öffnen und bearbeiten. Dazu markieren Sie den Hauptschlüssel „Hkey_Local_Machine“ mit der Maus und wählen aus dem Menü den Punkt „Datei, Struktur laden“. Wenn Sie im daraufhin erscheinenden Dialog eine Registry-Datei öffnen, fordert Sie Regedit auf, einen Namen zu vergeben – unter „Hkey_Local_Machine“ finden Sie diesen dann als Unterschlüssel. Nachdem Sie dort Änderungen vorgenommen haben, entladen und speichern Sie diese mit „Datei, Struktur entfernen“.

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