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SLI und Crossfire optimal mit Strom versorgen

14.08.2015 | 09:31 Uhr |

Wollen Sie die Rechenleistung mehrerer Grafikkarten parallel in einem Crossfire- oder SLI-Verbund zusammenschalten, ist eine solide Stromversorgung extrem wichtig für den stabilen Betrieb.

Dabei müssen Sie folgende Punkte beachten: Wählen Sie ein Marken-Netzteil mit genügend Leistungsreserven und idealerweise einer hohen Energieeffizienz . Dazu müssen Sie zunächst einmal die maximale Leistungsaufnahme der CPU und der Grafikprozessoren großzügig aufrunden und addieren. Zusätzlich planen Sie noch mit etwa 100 Watt für Arbeitsspeicher, Festplatten und Peripherie.

Die CPU- und GPU-Hersteller geben meist einen sogenannten TDP-Wert an (Thermal Design Power). So hat beispielsweise ein Intel Core i7-4790K eine TDP von 88 Watt und eine Grafikkarte mit dem Grafikprozessor Radeon R9 290X eine TDP von 290 Watt. Wenn Sie also einen Crossfire-Verbund aus zwei 290X-Karten betreiben wollen, sollte das Netzteil eine Nennleistung von mindestens 100 + 300 + 300 + 100 Watt haben. In unserem Beispiel sollten Sie also mindestens ein 800-Watt-Netzteil verwenden. Wenn Sie zusätzlich noch CPU und GPUs übertakten wollen, planen Sie weitere Reserven von bis zu 200 Watt ein.

Das Netzteil muss genügend PCI-Express-Stromversorgungsstränge mitbringen. Informieren Sie sich also im Vorfeld, ob die Grafikkarten Ihrer Wahl ein oder zwei zusätzliche PCI-Express-Stromstecker besitzen. In unserem Beispiel hat eine 290X-Karte zwei Strombuchen, das heißt das Netzteil benötigt mindestens 2 x 2 = 4 PCI-Express-Stromversorgungsstränge.

Einige Hauptplatinen bieten inzwischen auch noch eine zusätzliche Stromversorgung für den PCI-Express-Bus. So hat beispielsweise das Asus Rampage V eine zusätzliche Molex-Buchse namens „EZ Plug“. Über diese Buchse bekommen die x16-PCI-Express-Steckplätze mehr Strom und können so Grafikkarten-Verbunde stabiler mit Energie versorgen.

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