2164926

Google Drive in Linux - Den Cloud-Dienst installieren

19.01.2016 | 16:30 Uhr |

Einen Linux-Client für Google Drive ist der Suchmaschinen-Gigant bis heute schuldig geblieben, obwohl der Dienst schon über drei Jahre online ist. Eine Reihe von inoffiziellen Clients schickt sich an, die Lücke zu füllen.

Eine Lösung, der es ganz egal ist, mit welchen Programmen auf Google Drive zugegriffen wird, bietet der Dateisystemtreiber Fuse . Dieser ist dazu gedacht, Benutzern ohne root-Rechte zu erlauben, Dateisysteme einzubinden. Fuse kann mit etwas mehr Aufwand über einen maßgeschneiderten Treiber aber auch dazu genutzt werden, Datenquellen im Netzwerk wie ein virtuelles Dateisystem zu behandeln. Genau das tut das Tool Google-Drive-Ocamlfuse , das unter Linux für die Befehlszeile und darüber hinaus derzeit einer der bequemsten Wege zu Google Drive ist.

Siehe auch: Google arbeitet an Google Drive für Linux

Der Name des Tools klingt kompliziert, verweist aber nur auf die verwendete Programmiersprache Ocaml. Die Bedienung ist einfach, zumal Ocamlfuse für Ubuntu und Abkömmlinge sowie für Open Suse in Form fertiger Pakete vorliegt.

Für Ubuntu ab Version 14.04 und Linux Mint ab Version 17.x steht zur Installation ein PPA des Entwicklers bereit. Das PPA nehmen Sie mit diesen Kommando auf und installieren dann das Programmpaket:

sudo add-apt-repository ppa:alessandro-strada/ppa sudo apt-get update sudo apt install google-drive-ocamlfuse

Anwender von Open Suse 13.2 können auf den Build Service für ein fertiges Paket zurückgreifen, dessen Quelle sich über http://software.opensuse.org/package/google-drive-ocamlfuse mit wenigen Klicks in Yast zur automatischen Installation der Pakete einbinden lässt.

Der erste Schritt zur Verbindung mit Google Drive ist der Aufruf des Tools:

google-drive-ocamlfuse

Dies startet den Standard-Webbrowser, um auf der Webseite von Google Drive den API-Zugriff auf das eigene Konto für Google-Drive-Ocamlfuse freizugeben. Nach der einmaligen Bestätigung ist das Browser-Fenster auch schon nicht mehr nötig, und es geht auf der Kommandozeile weiter:

mkdir ~/Google-Drive

Damit erstellen Sie einen Ordner im Home-Verzeichnis, und mit

google-drive-ocamlfuse ~/Google-Drive

hängen Sie dann den eigenen Google-Drive-Speicher im angegebenen Verzeichnis „Google-Drive“ ein. Der Inhalt der Google-Cloud steht dort bis zur Abmeldung lesbar und beschreibbar allen Programmen zur Verfügung – nicht nur auf der Kommandozeile. Beachten Sie, dass es nach einer Änderung von Dateien auf Google Drive mit einer anderen Anwendung immer eine Minute dauern kann, bis diese Änderung im eingehängten Google Drive sichtbar ist.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2164926