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Gigabit Ethernet als Datenturbo einrichten

27.06.2014 | 09:34 Uhr |

Tauscht man den Switch im Router durch ein spezialisiertes Gerät aus, dann bekommt man ohne großen Aufwand ein bis zu 10x schnelleres Netzwerk mit einer geringeren Fehlerrate.

Viele ältere Router, die von Providern an die Kunden geliefert wurden, aber auch viele aktuelle Modelle verfügen über 100 MBit/s-Anschlüsse für die PCs eines Haushalts. Gerade wenn diese öfters Dateien miteinander austauschen, sind diese Switches zu langsam für moderne Multimedia-Formate und andere Dateien. Wenn man den Switch im Router aber lediglich noch als Internet-Zugang nutzt (da reichen in aller Regel immer noch 100 MBit/s aus), hat man ohne großen Aufwand ein blitzschnelles Netzwerk, das meist auch zuverlässiger funktioniert als mit einem in den Router integrierten Switch: Dort nutzen die Hersteller häufig besonders preiswerte Chips. In spezialisierten Switches hingegen ist Leistung die erste Pflicht, Zuverlässigkeit die zweite.

So geht’s: Besorgen Sie sich im Elektrohandel einen Gigabit/s-Switch mit 5 oder 8 Ports (nach Bedarf auch mit 16). Diese Geräte gibt es als No-names schon ab rund 15 Euro. Markengeräte – und die lohnen sich meist doch – beginnen mit 5 Ports bei knapp 20 Euro. Verbinden Sie einen Port an Ihrem bisherigen Router mit dem Switch und schließen Sie alle Geräte an den Switch an, die bisher am Router angeschlossen waren. Ihr Netzwerk funktioniert, als ob nichts geschehen sei – nur zehn Mal so schnell.

Übrigens: Selbst wenn Ihr Internet-Router über einen Gigabit/s-Switch verfügt, lohnt sich die Aktion: Ein kurzer Performance-Test zwischen einem Marken-Switch und einem Marken-Router ergab einen Geschwindigkeitsvorteil von rund 10 Prozent für den Switch – und eine deutlich geringere Fehlerrate unter Vollast.

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