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Gerät defekt – was tun?

14.02.2014 | 14:33 Uhr |

„Schicken Sie das Gerät an den Hersteller ein“ – solche Versuche in Geschäften, Kundenreklamation abzuwimmeln, gibt es immer wieder.

Dabei ist klar, dass bei einem Defekt für den Kunden zunächst der Händler der Ansprechpartner ist – unabhängig davon, ob man die Ware in einem Online-Shop oder in einem Geschäft vor Ort gekauft hat. Denn als Kunde hat man gegenüber dem Händler zwei Jahre lang einen Gewährleistungsanspruch auf mängelfreie Ware.

Diese Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und lässt sich auch nicht durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) des Händlers einschränken. Tritt ein Defekt innerhalb der ersten sechs Monate dieser Zweijahresfrist auf, geht die Rechtsprechung davon aus, dass der Fehler schon zum Zeitpunkt des Kaufs vorhanden war. In den verbleibenden 18 Monaten kann der Händler verlangen, dass der Kunde dies im Zweifel durch ein Gutachten nachweisen lässt. Das ist aber nicht üblich. Der Händler muss im Fall eines Defekts den Mangel beheben oder den mangelhaften Artikel austauschen. Kann der Händler das nicht, kann der Kunde den Preis mindern oder vom Kaufvertrag zurücktreten.

Rückgaberecht beim Onlineeinkauf: Bei Nichtgefallen zurück

Zusätzlich zu dieser Gewährleistung kann der Hersteller eine Garantie geben, deren Dauer und Umfang er nach Belieben festlegen kann. Bei dieser Garantie handelt es sich also um eine freiwillige Leistung. Der gesetzliche Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Geschäft wird dadurch in keiner Weise eingeschränkt. Im Einzelfall kann es dennoch einfacher und schneller sein, die Garantie in Anspruch zu nehmen, wenn beispielsweise der Hersteller ein bequemes Reparatur-Management mit Abholung von daheim anbietet. Als Kunde muss man dies aber nicht annehmen, sondern kann auf seine Gewährleistungsansprüche pochen.

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