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Bilder im Netzwerk mit der Microsoft Fotogalerie verwalten

12.09.2016 | 13:19 Uhr |

Wenn Sie Ihre Fotosammlungen ins Netzwerk auslagern, können alle im Heimnetz darauf zugreifen. Mit ein paar pfiffigen Tools geht das besonders einfach.

Umfangreiche Fotosammlungen eignen sich hervorragend zum Auslagern auf einen Fileserver im Netzwerk beziehungsweise auf das freigegebene Laufwerk eines Windows-Rechners. Auf diese Weise kann die ganze Familie (oder auch die Wohngemeinschaft) auf die Bilder zugreifen, sie um weitere Fotos ergänzen oder sie gemeinsam auf dem Notebook oder Tablet oder am Fernseher anschauen.

Ein Problem gibt es dabei jedoch: Bei sehr umfangreichen Sammlungen ist es oft schwierig, die gesuchten Bilder zu finden. Die Lösung liegt dann in einer Bilddatenbank, die ihre Daten auch im Netzwerk speichern kann. Dort können Sie Schlagworte vergeben oder gezielt nach Bildeigenschaften oder einem Datum suchen. Solche Programme sind jedoch durchweg kostenpflichtig und werden zu vierstelligen Preisen gehandelt. Falls Sie nicht mehrere Tausend Bilder zu verwalten haben, bietet sich gerade noch Imabas von PixAndMore an, das eine netzwerkfähige SQL-Datenbank mitbringt, in der kostenlosen Version allerdings auf 1.000 Bilddateien beschränkt ist.

Eine kostenlose Variante ist die Verwendung von Metadaten. Praktisch jede Digitalkamera versieht Fotos im JPEG- oder TIFF-Format mit Exif-Informationen (Exchangeable Image File Format). Dazu zählen beispielsweise die Brennweite und Belichtungszeit, Sie können aber auch Kommentare einfügen. Zu diesem Zweck sind zahlreiche kleine, kostenlose Exif-Tools wie etwa EXIFeditor erhältlich. Auslesen lassen sich die Infos direkt mit dem Windows-Explorer: Rechtsklick auf die Datei, und dann „Eigenschaften -> Details“. Allerdings ist es mit Windows nicht möglich, auf einem Netzwerklaufwerk nach Exif-Daten zu suchen.

Es gibt jedoch noch eine andere kostenlose Möglichkeit, die sich zudem eng an den Bordmitteln von Windows orientiert. Sie setzt auf XMP-Metadaten. Der XMP-Standard (Extensible Metadata Platform) wurde von Adobe ursprünglich für Fotos im RAW-Format definiert. Sie werden von einer Software wie etwa Lightroom um eine Filialdatei ergänzt, die beispielsweise Daten über den Fotografen oder das Kameramodell aufnimmt. Die Daten lassen sich aber auch direkt in einige Dateiformate einbetten, unter anderem werden JPEG, TIFF und PDF unterstützt.

Die 10 besten Tools zur Netzwerkanalyse

Ein kostenloses Programm zum Bearbeiten und für die Suche nach XMP-Daten ist Microsoft Fotogalerie. Es ist in den Windows Essentials 2012 enthalten, einer kleinen Tool-Sammlung, zu der etwa auch Movie Maker gehört. Bei der Installation meldet sich die App unter ihrem englischen Namen Photo Gallery bei Windows an. Anschließend können Sie mit dem Programm auf eine Bildersammlung im Netzwerk zugreifen und die Dateien mit Schlagworten versehen. Verwenden Sie dazu im Menü „Start“ die Befehle „Personenmarkierung“, „Beschreibende Markierung“ und „Bildtitel“. Fotogalerie hält dafür auch eine eigene Bearbeitungsleiste bereit, Sie finden sie über „Ansicht -> Bereich Markieren und Beschriften“. Über „Suchen -> Markierungen“ oder „Textsuche“ können Sie anschließend gezielt nach bestimmten Fotos fahnden.

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