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Tipp: Das richtige Objektiv für Ihre Kamera finden

25.08.2015 | 09:36 Uhr |

Das Bajonett hängt immer von der Sensorgröße und dem Auflagemaß ab. Beim Kauf eines Objektivs müssen Sie darauf achten, dass das Objektiv zum Bajonett Ihrer Kamera passt.

Wechselobjektive werden in der Regel mittels eines so genannten Objektivbajonetts am Kameragehäuse befestigt. Das Gegenstück an der Kamera, also die Aussparung, an der das Objektiv befestigt wird, nennt man Flansch (daher auch das Verb „anflanschen“ für das Befestigen eines Objektivs). Ist das Objektiv mit Hilfe der Ausrichtungspunkte richtig positioniert, muss man die Linse zum Einrasten nur drehen. Zum Lösen ist lediglich ein Knopfdruck nötig.

Was die Beschaffenheit des Objektivbajonetts angeht, so kocht hier fast jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Zudem ist das Bajonett abhängig von der Sensorgröße und dem Auflagemaß der Kamera, also dem Abstand zwischen Bildsensor und Objektivrückseite. Lediglich Panasonic und Olympus sind aufgrund des von beiden Herstellern genutzten (Micro-)Four-Third-Formats kombinierbar. Bei allen anderen Herstellern müssen Sie das Objektiv abhängig vom Bajonett des Kameragehäuses wählen, und auch Drittanbieter bieten Linsen für die verschiedenen Bajonettarten an.

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Canon setzt bei seinen digitalen Spiegelreflexkameras mit APS-C-Sensor das so genannte EF-S-Bajonett ein, an dem sich EF-S-Objektive, aber auch „analoge“ EF-Objektive befestigenlassen. Eine Variante davon sind die EF-M-Objektive für Canons EOS-M-Modelle, die dank des geringeren Auflagemaßes besonders kompakt ausfallen. Canon bietet zudem einen Objektivadapter an, durch den Sie ein EF-S-Objektiv mit einer EOS-M verwenden können.

Fujifilm verwendet bei seinen Wechselobjektivkameras das X-Bajonett. Die dafür erhältlichen Objektive sind in vier Klassen eingeteilt, die jedoch alle das gleiche Bajonett nutzen, da die Größe der Sensoren beziehungsweise das Auflagemaß bei allen gleich groß ist: XC für kostengünstigere Consumer-Linsen, XF für hochwertige Zoom-Objektive, XF WR für wasserfeste Objektive und XF Prime für hochwertige Festbrennweiten.

Leica bietet für jede Kamera spezielle Objektive an – für die Messsucherkamera Leica M mit Vollformatsensor, die Spiegelreflexkamera Leica S mit einer Sensorgröße von 45 x 30 mm (zwischen Kleinbild und Mittelformat) und für die spiegellose Leica T mit APS-C-Sensor. Darüber hinaus gibt es Adapter.

Nikon verbaut in seinen Spiegelreflexkameras das F-Bajonett. Objektive für die hauseigenen FX-Kameras (ähnlich APS-C) tragen in der Regel die Bezeichnung AF-S, Modelle mit DX-Sensor (ähnlich Vollformat) haben den Zusatz DX im Namen. Das spiegellose Nikon-1-System setzt das 1-Bajonett und deutlich kleinere Bildsensoren im CX-Format (13,2 x 8,8 mm) ein. Die Objektive tragen die Bezeichnung 1 Nikkor. Nikon-Objektive werden übrigens als einzige linksdrehend befestigt.

Pentax stattet seine Kameras mit drei Bajonett-Arten aus: Das K-Bajonett passt auf die DSLRs der K-Serie mit einem 23,5 x 15,6 mm großen Bildsensor (ähnlich APS-C). Das Q-Bajonett ist für die spiegellosen Pentax-Q-Modelle gedacht, die einen 1/1,7 Zoll großen Bildsensor einsetzen. Das 645-Bajonett funktioniert auf den Mittelformatkameras der 645-Reihe.

Samsung stattet seine spiegellosen Systemkameras mit dem NX-Bajonett aus. Die dazugehörigen NX-Objektive sind zum Teil als iFn-Ausführung zu haben, sprich, Sie können wichtige Belichtungsparameter direkt über das Objektiv steuern. Einen Sonderfall stellt die spiegellose Systemkamera NX Mini dar – sie verwendet aufgrund des deutlich kleineren Sensors (13,2 x 8,8 mm, ähnlich Nikon CX) spezielle NX-M-Objektive.

Sigma nutzt für seine DSLR SD1 Merrill das SA-Bajonett. Dieses ist eine Mischung aus dem K-Bajonett von Pentax und Canons EF-Bajonett, da es das Auflagemaß von Canon übernimmt, mechanisch jedoch mit Pentax übereinstimmt (um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht). Sigma bietet alle eigenen Objektive als SA-Ausführung an.

Sony hat Objektive mit A-Bajonett für alle Kameras mit halbdurchlässigem Spiegel (Vollformat und APS-C) sowie E-Bajonett für alle spiegellosen Systemkameras im Sortiment. Objektive mit dem Namenszusatz „DT“ arbeiten als Einschränkung nur mit APS-C-Kameras zusammen.

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