Foto & Video

Einkaufsratgeber: Digitalkameras & Camcorder

Freitag, 17.02.2012 | 09:34 von Verena Ottmann
Fotostrecke Digitalkameras & Camcorder
© istockphoto.com/MarkSwallow
Aktuelle Digitalkameras locken mit immer höheren Auflösungen, immer größeren Zoomfaktoren und immer kürzeren Brennweiten. Dank vielfältiger Gehäuseformen und -farben findet jeder das individuell passende Kameramodell. Und die Preise sinken wieder, was bedeutet: Jetzt zugreifen!
Darauf kommt es an
Aktuelle Digitalkameras aus der Kompaktklasse arbeiten meist mit 10 bis 16 Megapixeln. Das reicht, um Fotos auf Posterformat aufzuziehen oder Bildausschnitte in Fotogröße auszudrucken. Der Brennweitenbereich des Objektivs sollte bei 28 Millimetern oder weniger beginnen, damit Sie auch schöne Weitwinkelaufnahmen von Landschaften, Gebäuden oder Menschengruppen machen können. Möchten Sie Motive nahe heranholen, ist ein Superzoom-Objektiv ab 10facher Vergrößerung das richtige. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kamera dann auch mit einem optischen oder mechanischen Bildstabilisator gegen Unschärfen ausgestattet ist. Sonst müssen Sie auf ein Stativ zurückgreifen, damit die Aufnahmen nicht verwackeln.

Olympus XZ-1 Preis: rund 350 Euro; Auflösung: 10
Megapixel; Objektiv: 4fach-Zoom; kontrastreicher
OLED-Bildschirm
Vergrößern Olympus XZ-1 Preis: rund 350 Euro; Auflösung: 10 Megapixel; Objektiv: 4fach-Zoom; kontrastreicher OLED-Bildschirm
© Olympus

Möchten Sie beim Fotografieren nur wenig einstellen, finden Sie in Kameramodellen bis 200 Euro verschiedene Automatikmodi, die die Belichtung für Sie übernehmen. Passen Sie lieber selbst die Bildparameter an, um flexibel auf jedes Motiv reagieren und die gewünschte Stimmung optimal einfangen zu können, gibt’s ab 300 Euro Kameras mit manuellen Einstellmöglichkeiten für Blende, Verschlusszeit und weiteren Parametern.

Auch exotischere Ausstattungsmerkmale wie eine schnelle Serienbildfunktion, eine Full-HD-Videofunktion, ein GPS-Empfänger, Reiseführerinfos oder ein wasser- und stoßfestes Gehäuse finden Sie in dieser Preisklasse.

Camcorder eignen sich für Leute, die sich in erster Linie für Videoaufnahmen interessieren. Optimal sind Geräte, die mit mindestens 720p-Auflösung auf SD-Karte oder Festplatte speichern. Das Objektiv sollte einen 10fach-Zoomfaktor oder mehr und einen optischen Bildstabilisator bieten. Ob der Camcorder besser im Hoch- oder Längsformat filmt, ist Geschmacksache: „Pistolen“-Camcorder sind kompakter, verwackeln aber schneller die Aufnahme. Preis: ab 180 Euro.

Pentax Q: Die Systemkamera ist die derzeit kompakteste auf
dem Markt.
Vergrößern Pentax Q: Die Systemkamera ist die derzeit kompakteste auf dem Markt.
© Pentax

Das braucht der Technik-Fan
Die beste Bildqualität bieten Digitalkameras mit Wechselobjektiven, also Systemkameras oder Spiegelreflexmodelle (DSLRs), die Sie ab etwa 400 Euro bekommen. Systemkameras sind im Gegensatz zu DSLRs aufgrund des fehlenden Spiegelkastens kompakter und leichter. Dafür besitzen Spiegelreflexkameras einen optischen oder elektronischen Sucher, der bei Systemmodellen aus Platzgründen verschwunden ist. Gemein haben beide Gerätetypen die vielen Einstellmöglichkeiten: Blenden- und Verschlusszeitautomatik sind ebenso Standard wie ein manueller Weißabgleich und verschiedene Belichtungsmessmodi.

Die Betriebsgeschwindigkeit hängt unter anderem von der Arbeitsweise des Autofokus (AF) ab: Ein schneller Phasenvergleichs-Autofokus ist dem Kontrast-AF vorzuziehen.

Ob der Bildstabilisator einer System- oder Spiegelreflexkamera im Gehäuse (mechanisch) oder im Objektiv sitzt (optisch), hängt in erster Linie vom Hersteller ab: Olympus, Pentax und Sony packen den Stabilisator ins Gehäuse. Bei Canon, Nikon, Samsung und Panasonic ist der Verwacklungsschutz ins Objektiv verlegt. Qualitativ hochwertig sind beide Lösungen. Möchten Sie auch Bewegtbilder aufnehmen, sollten Sie darauf achten, dass Ihre zukünftige Wechselobjektiv-Kamera mit der Full-HD-Videofunktion von 1920 x 1080 Bildpunkten und optimalerweise 50 Vollbildern pro Sekunde arbeitet (50p).

Ein Camcorder ist dann sinnvoll, wenn Ihr Hauptfokus auf Filmen liegt. Wie bei Digitalkameras gilt: Full-HD-Auflösung ist ein Muss. Zudem hilft eine manuelle Fokussierung – am besten über den Objektivring – und das manuelle Einstellen von Blende und Verschlusszeit für optimale Ergebnisse. Hier beginnen gute Geräte bei etwa 400 Euro.

Freitag, 17.02.2012 | 09:34 von Verena Ottmann
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (4)
  • magiceye04 21:51 | 04.04.2012

    Der kann nicht anders als immer wieder die Kompetenz der PCWELT in Fotofragen in Frage zu stellen. Ob es berechtigt ist, lass ich mal unkommentiert im Raum stehen...

    Antwort schreiben
  • ohmotzky 21:27 | 04.04.2012

    Zitat: kschachts
    Denn "10fache Vergrößerung" entspräche 500mm KB-Brennweite (bezogen auf eine KB-Normalbrennweite von 50mm; bei Ferngläsern wird die Vergrößerung auch so berechnet). Derzeit gebräuchliche "10fach Superzoom-Objektive" reichen von ca. 25mm bis 250mm KB-Brennweite.
    Dein "Superzoom" hat rein rechnerisch ebenfalls eine 10-fach Vergrößerung wo ist jetzt der Sinn deiner "Belehrung"? Unschärfer und kontrastärmer ist das eine, das Teil > 10-fach ruhig zu halten das andere......

    Antwort schreiben
  • dnalor1968 15:15 | 17.02.2012

    Aktuelle Digitalkameras aus der Kompaktklasse arbeiten meist mit 10 bis 16 Megapixeln. Das reicht, um Fotos auf Posterformat aufzuziehen oder Bildausschnitte in Fotogröße auszudrucken.
    Also mit weniger Megapixel hab ich auch schon gute Vergrößerungen gemacht.

    Antwort schreiben
  • kschachts 13:44 | 17.02.2012

    "10fach" im falschen Zusammenhang

    Bevor der interessierte Leser etwas falsch versteht, möchte ich auf einen kleinen Lapsus aufmerksam machen: Die Autorin hat hier offenbar den Begriff "10fach" im falschen Zusammenhang benutzt. Sie schreibt: "Möchten Sie Motive nahe heranholen, ist ein Superzoom-Objektiv ab 10facher Vergrößerung das richtige." Wahrscheinlich meint sie aber "ein 10fach Superzoom-Objektiv". Denn "10fache Vergrößerung" entspräche 500mm KB-Brennweite (bezogen auf eine KB-Normalbrennweite von 50mm; bei Ferngläsern wird die Vergrößerung auch so berechnet). Derzeit gebräuchliche "10fach Superzoom-Objektive" reichen von ca. 25mm bis 250mm KB-Brennweite. Und 250mm KB-Brennweite ist für die kleinen Knipsen auch mehr als genug. Darüber hinaus wird aus physikalisch-optischen Gründen der extreme Telebereich immer unschärfer und kontrastärmer abgebildet.

    Antwort schreiben
1279548