Foto & Video
Einkaufsratgeber: Digitalkameras & Camcorder
Aktuelle Digitalkameras aus der Kompaktklasse arbeiten meist mit 10 bis 16 Megapixeln. Das reicht, um Fotos auf Posterformat aufzuziehen oder Bildausschnitte in Fotogröße auszudrucken. Der Brennweitenbereich des Objektivs sollte bei 28 Millimetern oder weniger beginnen, damit Sie auch schöne Weitwinkelaufnahmen von Landschaften, Gebäuden oder Menschengruppen machen können. Möchten Sie Motive nahe heranholen, ist ein Superzoom-Objektiv ab 10facher Vergrößerung das richtige. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kamera dann auch mit einem optischen oder mechanischen Bildstabilisator gegen Unschärfen ausgestattet ist. Sonst müssen Sie auf ein Stativ zurückgreifen, damit die Aufnahmen nicht verwackeln.
Auch exotischere Ausstattungsmerkmale wie eine schnelle Serienbildfunktion, eine Full-HD-Videofunktion, ein GPS-Empfänger, Reiseführerinfos oder ein wasser- und stoßfestes Gehäuse finden Sie in dieser Preisklasse.
Die beste Bildqualität bieten Digitalkameras mit Wechselobjektiven, also Systemkameras oder Spiegelreflexmodelle (DSLRs), die Sie ab etwa 400 Euro bekommen. Systemkameras sind im Gegensatz zu DSLRs aufgrund des fehlenden Spiegelkastens kompakter und leichter. Dafür besitzen Spiegelreflexkameras einen optischen oder elektronischen Sucher, der bei Systemmodellen aus Platzgründen verschwunden ist. Gemein haben beide Gerätetypen die vielen Einstellmöglichkeiten: Blenden- und Verschlusszeitautomatik sind ebenso Standard wie ein manueller Weißabgleich und verschiedene Belichtungsmessmodi.
Die Betriebsgeschwindigkeit hängt unter anderem von der Arbeitsweise des Autofokus (AF) ab: Ein schneller Phasenvergleichs-Autofokus ist dem Kontrast-AF vorzuziehen.
Ob der Bildstabilisator einer System- oder Spiegelreflexkamera im Gehäuse (mechanisch) oder im Objektiv sitzt (optisch), hängt in erster Linie vom Hersteller ab: Olympus, Pentax und Sony packen den Stabilisator ins Gehäuse. Bei Canon, Nikon, Samsung und Panasonic ist der Verwacklungsschutz ins Objektiv verlegt. Qualitativ hochwertig sind beide Lösungen. Möchten Sie auch Bewegtbilder aufnehmen, sollten Sie darauf achten, dass Ihre zukünftige Wechselobjektiv-Kamera mit der Full-HD-Videofunktion von 1920 x 1080 Bildpunkten und optimalerweise 50 Vollbildern pro Sekunde arbeitet (50p).
Die Fujifilm X10 ist die massentaugliche Schwester der Finepix X100: Statt Festbrennweite und rein manueller Bedienung bietet sie ein 4fach-Zoomobjektiv, Full-HD-Video und Motivprogramme. Die Bildqualität kann jedoch nicht mit der X100 mithalten - hier tritt ein hochwertiger APS-C-Sensor gegen einen kleineren 2/3-Zoll-Chip an. Vor allem das deutliche Bildrauschen und die etwas zu niedrige Ausgangsdynamik kosteten der X10 einige Punkte. Für beides gibt's jedoch Optimierungsmöglichkeiten im Menü.
Bei der Sony Cybershot DSC-HX9V scheiden sich die Geister: Einerseits bietet die Digitalkamera einige tolle Ausstattungsmerkmale wie das 16fach-Zoom oder den GPS-Empfänger. Andererseits waren die Auflösung und der Dynamikumfang zu niedrig für eine Kamera mit 16-Megapixel-Sensor. In Anbetracht des stolzen UVP stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis daher nicht.
Die Fujifilm Finepix F600EXR lieferte eine nur befriedigende Bildqualität ab. Daran war vor allem die viel zu niedrige gemessene Auflösung Schuld. Sie ließ zum Bildrand hin stark nach, was sich in Unschärfen bemerkbar macht. Ansonsten bietet die 16-Megapixel-Kamera einige tolle Ausstattungspunkte wie den GPS-Empfänger, die Full-HD-Videofunktion und den regelbaren EXR-Bildsensor - dessen verschiedene Modi sollten Sie nutzen, um das beste aus Ihren Bildern herauszuholen.
Die Samsung WB2000 schnitt bei den Bildqualitätstests größtenteils befriedigend ab. Dafür weist ihre Ausstattung einige Besonderheiten auf, etwa die Full-HD-Videofunktion und den kontrastreichen, hoch auflösenden Bildschirm.
Mit einer UVP von 529 Euro richtet sich die Panasonic Lumix DMC-FZ150 an ambitionierte Hobbyfotografen mit hohen Ansprüchen. Allerdings wird die Kamera diesen Ansprüchen nicht ganz gerecht. Zwar ist sie gut ausgestattet und stellt mit ihren manuellen Einstelloptionen auch fortgeschrittene Anwender zufrieden. Die Bildqualität der 12-Megapixel-Kamera hat jedoch ihre Macken - vor allem, was das Bildrauschen und den Dynamikumfang angeht.
Mit ihrer Standard-Ausstattung konnte uns die Samsung MV800 nicht wirklich beeindrucken. Was die Kamera allerdings an Spezialfunktionen hat - insbesondere Fotografierhilfen und Bildbearbeitungsoptionen im Gerät - sucht derzeit Seinesgleichen. Allerdings gehen die zahlreichen Funktionen auf Kosten der Bildqualität. Denn die Samsung MV800 produzierte zum Teil deutliches Bildrauschen und setzte eine ungleichmäßige Auflösung ein.
Die Sony DSC-WX5 platzierte sich im Mittelfeld, da sie eine befriedigende Bildqualität ablieferte und auch ihre Ausstattung größtenteils Durchschnitt war. Lediglich mit dem hochauflösenden Bildschirm und der Full-HD-Videofunktion hebt sie sich (noch) etwas von der Konkurrenz ab.
Canon legt mit der Powershot G1 X die Messlatte für die Bildqualität von Digitalkameras auf einen neuen Höchststand. Das 4fach-Zoomobjektiv des Bridge-Modells entspricht zwar nicht dem aktuellen Stand der Technik, trägt aber dadurch zur hervorragenden Bildqualität bei.
Mit der Fujifilm X-S1 hat der Hersteller einen neuen Bridge-Boliden im Angebot, der gegen Spiegelreflexkameras der Einsteiger- und Mittelklasse antritt. Optisch ist dies zwar kein Problem, doch die Bildqualität der Bridge-Kamera konnte leider nicht ganz mit der einer DSLR mithalten: Zwar überzeugte das Rauschverhalten der X-S1 komplett. Bei der Ausgangsdynamik und der Auflösung bei mittlerer Brennweite zeigte das Fuji-Modell jedoch kleine Mängel. Die können bei DSLR-Kits zwar auch vorkommen. Hier haben Sie aber die Möglichkeit, eventuelle Mängel mit einem hochwertigen Objektiv auszugleichen.
Die Olympus XZ-1 ist eine herausragende Digitalkamera, deren etwas zu niedriger Dynamikumfang durch das gute Rauschverhalten und die hohe gemessene Auflösung wett gemacht wird. Hier packt Olympus Spiegelreflex-Wissen in ein Kompaktgehäuse.





17.02.12
Bevor der interessierte Leser etwas falsch versteht, möchte ich auf einen kleinen Lapsus aufmerksam machen: Die Autorin hat hier offenbar den Begriff "10fach" im falschen Zusammenhang benutzt. Sie schreibt: "Möchten Sie Motive nahe heranholen, ist ein Superzoom-Objektiv ab 10facher Vergrößerung das richtige." Wahrscheinlich meint sie aber "ein 10fach Superzoom-Objektiv". Denn "10fache Vergrößerung" entspräche 500mm KB-Brennweite (bezogen auf eine KB-Normalbrennweite von 50mm; bei Ferngläsern wird die Vergrößerung auch so berechnet). Derzeit gebräuchliche "10fach Superzoom-Objektive" reichen von ca. 25mm bis 250mm KB-Brennweite.
Und 250mm KB-Brennweite ist für die kleinen Knipsen auch mehr als genug. Darüber hinaus wird aus physikalisch-optischen Gründen der extreme Telebereich immer unschärfer und kontrastärmer abgebildet.
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17.02.12
Also mit weniger Megapixel hab ich auch schon gute Vergrößerungen gemacht.
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04.04.12
Dein "Superzoom" hat rein rechnerisch ebenfalls eine 10-fach Vergrößerung wo ist jetzt der Sinn deiner "Belehrung"?
Unschärfer und kontrastärmer ist das eine, das Teil > 10-fach ruhig zu halten das andere......
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04.04.12
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