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Firmware-Downgrade auf der Fritzbox 7490 einspielen

04.05.2016 | 13:24 Uhr |

Bei der Fritzbox 7490 funktioniert der Downgrade von Fritz-OS 6.50 nur über Umwege. Wir sagen Ihnen, wie Sie eine ältere Firmware trotzdem aufspielen.

AVM wird zurecht gelobt für die regelmäßigen Firmware-Updates, die die Fritzbox-Router erhalten. Doch nicht immer sind diese Updates fehlerfrei. Manchmal lässt AVM in neuen Versionen auch liebgewonnenen Funktionen weg. Doch selbst wenn Sie das Firmware-Update schon eingespielt haben, gibt es einen Weg zurück zur alten Version.

Dafür müssen Sie sich die ältere Firmware bei AVM herunterladen. Gehen Sie dazu auf die Webseite ftp://service.avm.de . Suchen Sie den Ordner „Downgrade“ und dort das Verzeichnis mit Ihrem Fritzbox-Modell. Wechseln Sie anschließend in den Ordner „deutsch“. Hier bietet AVM mehrere ältere Firmware-Versionen an. Klicken Sie die gewünschte an, um sie herunterzuladen.

Fritzbox 7490: Verbindungsabbrüche nach FritzOS-6.50-Update beseitigen

Öffnen Sie nun das Menü des Routers im Browser. Gehen Sie zu System -> Update und klicken Sie auf die Registerkarte „Fritz!OS-Datei“. Bevor Sie nun die alte Firmware neu einspielen, fordert Sie die Fritzbox dazu auf, die aktuellen Konfigurations-Einstellungen zu sichern. Die Konfiguration müssen Sie zuvor mit einem Passwort sichern. Klicken Sie anschließend auf „Einstellungen sichern“. Die Fritzbox erstellt nun eine Datei mit der Endung „.export“, die die Firmware-Nummer sowie das aktuelle Datum enthält. Speicher Sie diese Datei auf dem Rechner.

Im Browser-Menü gehen Sie nun auf „Datei auswählen“ und geben den Pfad zur älteren Firmware-Version an. Anschließend klicken Sie auf „Update starten“. Die Firmware wird nun auf der Fritzbox eingespielt – Sie erkennen das am regelmäßigen Blinken der Info-LED am Router.

Sobald Sie das Browser-Menü wieder aufrufen können, sollten Sie die gesicherten Einstellungen wieder einspielen. Dazu gehen Sie zu System -> Sicherung und wählen den Menüpunkt „Wiederherstellen“. Anschließend müssen Sie den Router neustarten.

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Bei der Fritzbox 7490 schlägt das Firmware-Downgrade fehl: Wenn Sie auf die beschriebe Art das aktuelle Fritz-OS 6.50 auf einer Fritzbox 7490 durch eine Vorgänger-Version ersetzen wollen, erhalten Sie eine Fehlermeldung. Der Router bemängelt, dass die Firmware, die Sie einspielen wollen, älter als die aktuell installierte ist. Anschließend können Sie die Fritzbox nur neu starten, um mit Fritz-OS 6.50 weiterzuarbeiten. 

Laut AVM ist ein Downgrade von Fritz-OS 6.50 aufgrund der umfangreichen Änderungen der neuen Firmware nicht möglich. Sie müssen stattdessen die Fritzbox komplett auf Werkseinstellungen zurücksetzen: Dabei werden alle Einstellungen, die Sie im Router vorgenommen haben gelöscht, auch Passwörter für den Internetzugang. Auch die Menü-Einstellungen, die Sie unter der aktuellen Firmware-Version gesichert haben, lassen sich dann nicht zurückspielen: Die Fritzbox bemängelt, dass die gesicherten Einstellungen von einer anderen Firmware-Version stammen. 

Sie können alternativ unter System -Sicherung – Wiederherstellen die zweite Option wählen: „aus einer Fritz!Box eines anderen Modells“. Dann übernimmt die Fritzbox aber nur begrenzte Daten aus der Sicherung, etwa die Einträge für die Telefonbücher. 

Bevor Sie die Fritzbox auf Werkseinstellungen zurücksetzen, können Sie interne Dateien sichern, die im Speicher der Fritzbox abgelegt sind. Das erledigen Sie über Heimnetz -> Speicher (NAS) und klicken auf „Interner Speicher“. In der Dateiübersicht markieren Sie die Dateien, die Sie sichern wollen und klicken in der Menüleiste auf „Download“. 

Fritzbox-Hacks: Versteckte Funktionen freischalten

Um die Fritzbox auf Werkseinstellungen zurückzusetzen, benötigen Sie das AVM-Wiederherstellungsprogramm. Das finden Sie unter ftp://ftp.avm.de/fritz.box im Verzeichnis Ihres Fritzbox-Modells. Anschließend wählen Sie x_misc -> deutsch. Suchen Sie nun nach der Datei, die auf -image.exe endet und im Namen die Firmware-Version enthält, auf die Sie zurückgehen wollen. Entfernen Sie nun alle Kabel von der Fritzbox, außer Strom und dem LAN-Kabel zum Rechner, auf den Sie das Wiederherstellungs-Tool geladen haben. 

Damit keine Firewall die Wiederherstellung verhindert, sollten Sie das entsprechende Programm nur für die Recovery schließen, sei es eine installierte Firewall oder die in Windows eingebaute. Starten Sie anschließend per Doppelklick das Wiederherstellungs-Tool. 

Es fordert sie nun auf, die Fritzbox vom Stromnetz zu trennen. Anschließend müssen Sie im Tool die Komponente auswählen, die die Verbindung zum Router herstellt, in diesem Fall also den Netzwerkchip des angeschlossenen Rechners. Klicken Sie dann auf „Übernehmen“.

Anschließend will das Tool von Ihnen, dass Sie den Router wieder mit Strom versorgen. Jetzt startet der Wiederherstellungsprozess: Das Programm löscht und beschreibt den Flash-Speicher des Routers und sollte damit nach rund einer Minute fertig sein. Bei einer Erfolgsmeldung schließen Sie das Tool mit „Beenden“. Anschließend verbinden Sie den Router wieder mit dem Internet und melden sich im Browser-Menü an. 

Starten Sie anschließend den Assistenten für den Internetzugang, wo Sie den Internetprovider auswählen und Ihre Zugangsdaten eingeben.

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