783349

So stellen Sie Ihre Firewall richtig ein

17.03.2011 | 10:13 Uhr

Sicherheitslücken werden oft prompt von Hackern ausgenutzt. Ohne passendes Update schützt nur eine Firewall vor Internetgefahren. Wir führen Sie durch die Einrichtung.

Windows-7-Firewall: Die standardmäßig in Windows 7 eingebaute Firewall verwirft alle unangefordert eingehenden Verbindungen (somit auch gefälschte Netzwerkpakete), die Sie nicht erlaubt haben. Ausnahmen können Sie über „Systemsteuerung -> Windows Firewall -> Ein Programm oder Feature durch die Windows-Firewall zulassen“ festlegen, indem Sie die entsprechenden Ports freigeben. Eine Neuerung gegenüber den Firewalls in Windows XP und Vista ist, dass Sie für jede Ausnahmeregel den Netzwerkstandort („Heim/Arbeit privat“ oder „Öffentlich“) festlegen können. Wenn Sie etwa ein Notebook nutzen, soll die Firewall in Ihrem privaten oder beruflich genutzten Netzwerk in der Regel durchlässiger sein als in einem öffentlichen Netzwerk.
 
Windows-Vista-Firewall: Der Firewall von Windows Vista fehlt diese Möglichkeit der netzwerkabhängigen Ausnahmeregeln. Mit einem Trick geht es aber doch: Wenn Sie an Ihrem privaten oder Firmennetz angemeldet sind, wählen Sie „Windows-Symbol -> Systemsteuerung -> Netzwerk und Freigabecenter -> Anpassen“ und setzen den Netzwerkstandort auf „Privat“. Dann öffnen Sie „Windows-Firewall“ in der Systemsteuerung, klicken auf „Einstellungen ändern“ und legen auf der Registerkarte „Ausnahmen“ die erlaubten Programme fest. Sind Sie zu einem anderen Zeitpunkt an einem öffentlichen Netz angemeldet, setzen Sie den Netzwerkstandort auf „Öffentlich“ und passen die Ausnahmeregeln an.
 
2-Wege-Firewall für Windows Vista und 7: Bei Windows 7 und Vista lassen sich auch ausgehende Verbindungen kontrollieren. Das bedeutet: Sie können allen Programmen außer einigen ausgewählten den Zugriff auf das Netzwerk verweigern. Da heutzutage jedoch praktisch jedes Programm eine Internetverbindung benötigt, ist diese Funktion (zumindest privat) kaum noch einsetzbar. Wollen Sie die 2-Wege-Firewall trotzdem nutzen, öffnen Sie in Windows 7 „Systemsteuerung -> Windows Firewall -> Erweiterte Einstellungen“. Unter Vista klicken Sie auf das Windows-Symbol und geben mmc. exe in das Suchfeld ein. Klicken Sie dann auf den ersten Suchtreffer, um die „Management Console“ zu starten. Dort wählen Sie „Datei -> Snap-in hinzufügen/entfernen“, markieren in der Liste links den Eintrag „Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit“ und klicken auf „Hinzufügen“. Im Fenster „Computer auswählen“ lassen Sie die Option „Lokalen Computer“ aktiviert und klicken auf „Fertig stellen“. Danach klicken Sie auf „OK“ und klappen in der Leiste links die Rubrik „Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit“ auf.
 
Windows-XP-Firewall: Die wichtigste Funktion – unangefordert ankommende Verbindungen zu blockieren – gibt es auch unter Windows XP. Hier fehlt jedoch die Funktion für standortabhängige Ausnahmeregeln. Es gibt auch keine Option, um ausgehende Verbindungen zu unterbinden. Die XP-Firewall warnt Sie lediglich, wenn ein Programm sich selbst in die Ausnahmenliste der Firewall eintragen und somit dauerhaft einen Port öffnen möchte. Wenn Sie standortabhängige Ausnahmeregeln und eine 2-Wege-Firewall nutzen wollen, können Sie auf das kostenlose  Zone Alarm ausweichen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
783349