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Firefox-Datenverkehr mit Add-On analysieren

05.09.2014 | 15:23 Uhr |

Mit Live HTTP headers zeigt Ihnen Firefox an, wie der Datenverkehr zwischen Browser und Server abläuft und welche Meta-Informationen dabei übermittelt werden.

Dieses Programm brauchen Sie: Live HTTP headers , gratis, für Windows XP, Vista, 7 und 8

Wenn Sie im Browser eine Webseite aufrufen, laufen im Hintergrund in Windeseile viele Prozesse ab, ohne dass Sie das im Detail mitbekommen. Um die Anfragen des Browsers und die Antworten der Server sichtbar zu machen - egal ob aus Neugier oder zur Fehleranalyse - eignet sich das Firefox-Add-on Live HTTP headers.

Nachdem Sie es installiert haben, drücken Sie die Taste Alt, um die Firefox-Menüleiste sichtbar zu machen und wählen „Extras > Live HTTP headers“. Nun rufen Sie eine beliebige Web-Seite auf. Im Fenster des Add-ons sehen Sie nun die Kopfzeilen („Header“) der Datenpakete durchrauschen, die über das HTTP-Protokoll übertragen werden.

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Hier einige Erläuterungen dazu: Sobald Sie eine Web-Adresse eingegeben und per Eingabetaste bestätigt haben, bittet der Browser den entsprechenden Server mittels des Kommandos „GET“, ihm die vom Benutzer gewünschte HTML-Seite zu schicken. Wenn serverseitig nichts dagegen spricht, antwortet dieser in der Regel mit „OK“ und dem angeforderten Inhalt. Der Browser interpretiert den HTML-Code und sucht darin nach eingebetteten Inhalten, beispielsweise Bildern, Flash-Programmen, Videos sowie Javascripts. Hierbei kann es sich auch um externe Inhalte handeln, die auf anderen Servern liegen. Alle eingebetteten Inhalte fragt der Browser nun einzeln wiederum per „GET“ an, baut aus den Einzelteilen die Seite zusammen und stellt sie dar.

Wie Sie in Live HTTP headers sehen können, sendet der Browser zusammen mit jeder „GET“-Anfrage auch einige Meta-Informationen. In der Zeile „User-Agent“ sind beispielsweise das verwendete Betriebssystem sowie Browser-Name und Versionsnummer aufgelistet. In der „Accept“-Zeile steht, welche Inhaltstypen der Browser darstellen kann. Hinter „Accept-Language“ ist aufgeführt, in welcher Sprache der Nutzer Inhalte bevorzugt. Diese Angabe entspricht, sofern nicht vom Anwender geändert, der Sprachversion des Browsers. Falls von einem vorherigen Besuch der Website ein Cookie gespeichert ist, wird dieses in der Zeile „Cookie“ zwecks Wiedererkennung an den Server übermittelt.

Die Antwort des Servers beginnt mit einem Statuscode, zum Beispiel „200 OK“, „404 Not Found“ (nicht gefunden) oder „403 Forbidden“ (Zugriff verboten). Im Anschluss folgen Informationen zum Server und Anweisungen an den Browser, ob und wie lange die übermittelten Daten maximal im Cache zwischengespeichert werden sollten.

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