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So werden Erweiterungen kompatibel

08.09.2008 | 10:25 Uhr |

Manche Autoren haben es nicht rechtzeitig geschafft, ihre Erweiterungen für die neue Version 3 von Firefox anzupassen. Die Folge: Die Add-ons verweigern den Dienst. Mit unserem Tipp können Sie hier aber nachhelfen.

Tipp: Beim ersten Start nach dem Update auf Firefox 3 deaktiviert der Browser zunächst alle inkompatiblen Erweiterungen und sucht selbständig nach Updates. Im zweiten Schritt installiert er alle Erweiterungen, die er aktualisieren konnte, meldet die Fälle, in denen der Versuch erfolglos blieb, und lässt letztere deaktiviert. Auch wenn Sie diese Meldung wegklicken, können Sie später unter „Extras, Add-ons“ nachschauen, welche Erweiterungen deaktiviert wurden; sie sind mit einem weißen Ausrufezeichen in einem roten Kreis gekennzeichnet. Manchmal genügt es bereits, das Erweiterungs-Update manuell vorzunehmen, manchmal müssen Sie die Kompatibilität aber auch forcieren. Klicken Sie zunächst unter „Extras, Add-ons“ mit der rechten Maustaste auf eine deaktivierte Erweiterung, und wählen Sie aus dem Kontextmenü „Homepage besuchen“. Eventuell finden Sie hier bereits eine neue Version, die Firefox nicht automatisch installiert hat.

Manuell herunterladen
Firefox 3 führt eine neue Sicherheitsrichtlinie ein – Erweiterungen installiert der Browser nur noch über sichere HTTPS-Verbindungen mit gültigem Zertifikat, ebenso Updates für bereits eingebundene Erweiterungen. Wenn die Download-Seite für eine bestimmte Erweiterung damit nicht dienen kann, wird sie nicht automatisch aktualisiert. Ist die Version auf der Homepage aktueller als die, die Sie bereits installiert haben, klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf den Installationslink und wählen aus dem Kontextmenü „Ziel speichern unter“. Die resultierende XPI-Datei ziehen Sie wieder ins Browser-Fenster und haben die Erweiterung über diesen Umweg trotzdem installiert.

Erweiterung anpassen
Eventuell beschwert sich Firefox immer noch wegen Inkompatibilität oder will die Erweiterung nicht installieren, weil sie über keine sichere Update-Seite verfügt. In beiden Fällen können Sie sie per Hand anpassen. Benennen Sie dazu die XPI-Datei so um, dass sie die Endung ZIP erhält, und entpacken Sie sie. Öffnen Sie danach die Datei Install.rdf im Editor, und scrollen Sie zum Abschnitt „RDF:Description“. Hier ändern Sie den Eintrag „em:maxVersion“ auf „3.0.*“ – daran erkennt Firefox die Kompatibilität. Enthält die Datei außerdem eine Zeile „em:updateURL“ mit einen Eintrag ohne „https://“, so löschen Sie sie oder kommentieren sie aus, indem Sie davor die Zeile und danach die Zeile einfügen (jeweils ohne Anführungszeichen). Speichern Sie alle Änderungen, und packen Sie sämtliche Dateien inklusive aller Unterverzeichnisse wieder in ein ZIP-Archiv zusammen. Benennen Sie es wieder um, so dass es die Endung XPI trägt – fertig ist die angepasste Erweiterung.

Achtung: Es ist möglich, wenn auch unwahrscheinlich, dass eine Erweiterung wirklich inkompatibel zu Firefox 3 ist. Wenn Sie feststellen, dass sie nicht wie erwartet reagiert, deinstallieren Sie sie wieder. Sollte gar der Browser nicht mehr starten wollen, rufen Sie ihn im abgesicherten Modus auf. Das geht über „Start, Ausführen, firefox -safe-mode“. Nun können Sie die widerspenstige Erweiterung entfernen und den Browser wieder normal starten.

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