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Filmen mit der Copter-Drone - Darauf kommt es an

08.06.2015 | 09:31 Uhr |

Copter werden längst nicht mehr nur als Spielzeug wahrgenommen. Hersteller wie Parrot, DJI und Hubsan bringen immer neue Modelle auf den Markt. Vermehrt interessieren sich auch Fotografen und Videofilmer für die Fluggeräte, weil sie mit spektakulären Luftaufnahmen ihre Portfolios aufpeppen können.

Welcher Copter, welche Kamera: Wollen Sie mit einem Copter Videos drehen, haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder kaufen Sie sich ein Modell wie den DJI Inspire 1 oder den Phantom 2 Vision + . Bei beiden ist bereits eine Kamera mit einem Bildstabilisator über eine kardanische Aufhängung (Gimbal) eingebaut.

Möchten Sie einen Copter selber mit einer Videokamera ausstatten, dann muss der Copter natürlich eine bestimmte Größe haben und ein bestimmtes Gewicht aushalten, damit er sich für Luftaufnahmen eignet. Eine gebräuchliche Kamera dafür ist die Gopro, allerdings ist auch die NEX-Reihe von Sony als Copterkamera sehr beliebt. Prinzipiell können Sie jede Kamera in einem hierfür vorgesehenen Gimbal an Ihrem Fluggerät befestigen. Das maximale Abfluggewicht finden Sie jeweils in den technischen Daten Ihres Copters. Die rechtliche Seite: Copter unterliegen wie alle Luftfahrzeuge dem Luftrecht, welches unter § 1 Absatz 2 im Luftverkehrsgesetz (LuftVG) verankert ist.

Grundsätzlich unterscheidet der Gesetzgeber zwischen der privaten und der kommerziellen Nutzung.Wer sich privat einen Quadcopter bis fünf Kilo Gewicht kauft, braucht keine Aufstiegsgenehmigung. Anders sieht es mit Hexaoder Oktocoptern aus, die oft ein Gewicht von über fünf Kilogramm erreichen. Sie benötigen eine Aufstiegserlaubnis, die Sie bei der Luftfahrtbehörde des jeweiligen Bundeslandes beantragen.

Kommerzielle Copterflüge unterliegen der Luftverkehrsordnung und brauchen immer eine kostenpflichtige Erlaubnis für eine Flughöhe bis 100 Meter von der jeweiligen Bezirksregierung.

In beiden Fällen müssen Sie den Copter während des Fluges immer im Blick haben, und er darf sich ausschließlich in dem hierfür vorgesehenen Luftraum bewegen. In Deutschland ist das zumeist der unkontrollierte Luftraum G. Näheres dazu erfahren Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Luftraum .

Der Copter darf eine Flughöhe von hundert Metern nicht überschreiten, was selbst auf dem eigenen Grundstück (privater Luftraum) gilt. Voraussetzung für jeden Flug ist eine Haftpflichtversicherung.Generell dürfen Sie nicht in der Nähe von Flughäfen, Wohngebieten, über Menschenmengen wie auch über Straßen und Autobahnen fliegen. In manchen Fällen sind jedoch Ausnahmen mit Spezialgenehmigung erlaubt.

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