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AHCI-Modus für SATA-Platten

15.04.2009 | 10:27 Uhr |

In praktisch allen neuen PCs stecken seit etwa vier Jahren ausschließlich SATA-(II-)Festplatten. Ihren Tempotrumpf können sie aber nur ausspielen, wenn nicht das Bios sie künstlich in den langsameren, aber abwärtskompatiblen IDE-Modus zwingt.

Theoretisch könnten Sie nun einfach im Bios die SATA-Einstellung von "Legacy IDE", "Enhanced IDE" oder "Native IDE" auf "AHCI" umstellen. Danach lässt sich aber Windows nicht mehr neu booten: Da sich die Kennung der Platte (PCI-ID) verändert hat und zudem die AHCI-Treiber in Windows fehlen, ist die Platte "weg". Das Umstellen auf AHCI ist daher mit vertretbarem Aufwand nur vor einer Neu-Installation von Windows zu empfehlen. Falls Sie das sowieso vorhaben, besorgen Sie sich zunächst den passenden AHCI-Treiber für Ihren Chipsatz, entweder von der Treiber-CD des Rechners oder aus dem Web. Laden Sie sich AHCI-Treiber für AMD-PCs oder den "Matrix Storage Manager" für Intel-PCs herunter. Danach entpacken Sie den Treiber über den Befehl
Iata87_cd.exe -a -p <Zielpfad>

Kopieren Sie die INF-, CAT- und SYS-Dateien des Treibers auf einen USB-Stick, falls Sie später Vista installieren möchten. Für eine XP-Installation müssen Sie mit Nlite zunächst eine Setup-CD anlegen, auf der der Treiber integriert ist. Wie das geht, können Sie in unserem Wiki nachlesen. Ist das erledigt, stellen Sie die SATA-Einstellung im Bios auf AHCI um und installieren XP ganz normal. Bei der Vista-Installation müssen Sie zu Beginn des Setups die Taste <F6> drücken, um den Treiber-Stick nutzen zu können. Wenn Sie AHCI aktivieren, gewinnen Sie Geschwindigkeit dank NCQ (Native Command Queuing) und schonen die Platte. Die neue Funktion sortiert Lese- und Schreibzugriffe so, dass die Mechanik der Festplatte minimal beansprucht wird. Das Tempoplus macht sich etwa bei größeren Kopieraktionen deutlich bemerkbar.

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