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Festplatte: Smart-Werte richtig deuten

06.07.2007 | 11:09 Uhr |

Sie wollen sich über den Zustand Ihrer Festplatte informieren. Die vielen Smart-Werte, die das Tool Ihres Platinenherstellers liefert, sind aber nicht einfach zu interpretieren. Wir erklären Ihnen, wie Sie dieses Problem lösen können.

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Fortgeschrittener

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Mittel

Problem:

Sie wollen sich über den Zustand Ihrer Festplatte informieren. Die vielen Smart-Werte, die das Tool Ihres Platinenherstellers liefert, sind aber nicht einfach zu interpretieren.

Lösung:

Moderne IDE- und SATA-Platten behalten ihren Zustand selber im Blick. Das interne Diagnosesystem Smart (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) sammelt Daten über die Leistung, Zuverlässigkeit und das Alter der Festplatte. Nicht jede Festplatte hat die gleichen Werte, und nicht jeder ist für die Bestimmung ihres Zustands relevant. Welche Smart-Infos überhaupt ausgewertet werden, entscheidet der Plattenhersteller anhand der Eigenschaften des Geräts.

Der Wert jedes Attributs ändert sich mit den Betriebsstunden der Festplatte. Mit jedem Attribut sind die vier Werte „Value“, „Worst‘‘, „Raw“ und „Warn“ (oder „Threshold“) verknüpft. Der aktuelle Wert ist jeweils in „Raw“ enthalten. Dieser wird unter „Value“ in eine Werteskala einsortiert, die je nach Hersteller variiert. Sie reicht von 0 bis 100, 200 oder 255. Den bislang schlechtesten Wert des Laufwerks finden Sie unter „Worst“. „Warn“ bezeichnet den Schwellenwert: Sobald er erreicht wird, ist es höchste Zeit, das Laufwerk auszutauschen. Eine Erklärung der wichtigsten Smart-Attribute finden Sie in der Tabelle unter www.pcwelt-wiki.de/wiki/smart.

Ein konkretes Beispiel: Eine Festplatt zeigt zu „Reallocate sector count“ für Value 253, für Warn 6 und für Raw 2. Damit wissen Sie, dass die interne Logik der Platte bereits zwei Sektoren an einen anderen, reservierten Bereich verschoben (umgemappt) hat, weil das Medium fehlerhaft ist. Die meisten IDE-Platten bieten insgesamt 512 Sektoren für die Fehlerkorrektur an. Ab 63 umgemappten Sektoren sieht der Plattenhersteller den Zustand als bedenklich an. Mit nur zwei Sektoren ist diese Platte derzeit davon weit entfernt. Den Wert sollten Sie auf jeden Fall im Auge behalten, um rechtzeitig reagieren zu können.

Komfortabel mit Tool: Beim Auswerten der Smart-Werte hilft Ihnen ein Analyse-Tool wie :Speedfan . Die englischsprachige Freeware liest die Smart-Werte aus und setzt sie in einfach zu interpretierende Balkendiagramme um. Hier können Sie bequem ablesen, wie es um eine Platte bestellt ist.

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