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Fernwartungs-Software zum Surfen nutzen

13.09.2011 | 11:05 Uhr |

Fernwartungs-Programme dienen dazu, einen PC über ein Netzwerk oder das Internet fernzusteuern. So kann etwa ein Computerkenner den PC eines Einsteigers bedienen und bei Problemen helfen.

Ein praktischer Nebeneffekt ist, dass viele Fernwartungs-Programme die Verbindung von PC zu PC verschlüsseln. Das können Sie sich fürs Surfen in öffentlichen Funknetzen zunutze machen, indem Sie von Ihrem Notebook aus eine geschützte Fernwartungs-Verbindung zu Ihrem PC zu Hause aufbauen. Von diesem aus surfen Sie dann im Internet. Auf dem Notebook sehen und steuern Sie die Windows-Oberfläche Ihres Heim-PCs so, als säßen Sie direkt davor.

Sehr einfach lässt sich das Programm Log-Me-In Free nutzen. Die Gratis-Software installieren Sie auf Ihrem PC zu Hause. Die Fernbedienung läuft anschließend per Internet-Browser des Notebooks. Nach der Installation steht Ihnen zunächst eine 30-Tage-Testversion von Log Me in Pro zur Verfügung, die nach Ablauf der Testperiode zum kostenlosen Log-Me-In Free wird. Wenn Sie die Software verwenden wollen, müssen Sie sich auf der Internetseite des Herstellers kostenlos registrieren. Sie gelangen dann in Ihr persönliches Konto, in dem Ihr PC gelistet ist. Die Verbindung zu ihm starten Sie über den grünen Knopf „Fernsteuerung“. Wird dieser Knopf nicht angezeigt, ist Ihr PC gerade nicht online.

Nachteile: Diese Methode hat zwei nennenswerte Makel. Zum einen ist die Bildqualität unter Umständen nicht besonders hoch. Wenn das Fernwartungs-Programm die Windows-Oberfläche des Heim-PCs zu Ihnen auf das Notebook sendet, steht dafür nur die Bandbreite fürs Hochladen von Dateien zur Verfügung, der so genannte Upstream. Und der ist bei DSL-Anschlüssen stets sehr viel geringer als die Bandbreite zum Herunterladen. Erfahrungsgemäß lässt sich ein Fernwartungs-Programm ab einem Upstream von 1024 KBit/s ganz gut nutzen. Der zweite Nachteil ist, dass Ihr PC laufen muss, wenn Sie ihn mit einem Fernwartungs-Programm nutzen wollen. Sie können ihn also einfach an lassen, oder Sie machen ihn über das Internet startfähig.

PC aufwecken: Die wichtigste Voraussetzung fürs Aufwecken eines Computers über das Internet ist, dass er per Kabel an den Router angeschlossen ist. Mit einer WLAN-Verbindung funktioniert die Aktivierung nicht. Außerdem muss Ihr DSL-Router eine Aufweckfunktion bieten. Das ist beispielsweise bei den neueren Fritzbox-Modellen mit aktueller Geräte-Software der Fall.
Den Aufweck-Knopf finden Sie auf der Konfigurationsoberfläche des Routers, die Sie über die Fernwartungs-Funktion auch übers Internet aufrufen können. Wie Sie diese Funktion aktivieren und per DynDNS über das Internet erreichbar machen, ist auf Seite 34 beschrieben.

Klicken Sie auf der Konfigurationsoberfläche der Fritzbox unter „Anschlussinformation“ auf „LAN“. Danach erscheint eine Liste mit allen PCs, die bereits mal an der Fritzbox angemeldet waren. Suchen Sie den gewünschten Rechner heraus. PCs, die per Kabel angebunden sind, erscheinen mit einem entsprechenden Zeichen. Klicken Sie auf das „Bearbeiten“-Symbol sowie auf der nächsten Seite auf „Computer starten“.

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