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Unity-Trick: Fenster-Menüzeile in Ubuntu immer anzeigen

16.09.2015 | 13:03 Uhr |

Neuerdings kann Unity die Menüleiste wieder in den eigentlichen Fenstern anzeigen - allerdings nicht ohne Probleme. Wir helfen weiter.

Seit Ubuntu 14.04 bringt Unity auf Wunsch eine Menüleiste zurück in die Programmfenster – allerdings platzsparend in der Titelleiste. Die Einstellung dazu findet sich in den Systemeinstellungen über „Darstellung > Verhalten > In der Titelleiste des Fensters“. Daraufhin zeigen sich die Menüs nach Darüberfahren mit dem Mauszeiger.

Eine Einstellung, die Menüleisten immer anzuzeigen, ist aber nicht vorhanden.

Ubuntu 14.04 beherrscht die gewünschte Einstellung, aber es gibt keinen Menüpunkt dafür in Unity. Stattdessen ist es nötig, die Einstellung mit dconf über den Befehl

dconf write /com/canonical/unity/always-show-menus true  

in einem Terminal-Fenster zu setzen.

Die Einstellung ist sofort wirksam. Mit

dconf write /com/canonical/unity/always-show-menus false  

lässt sich die permanente Menüleiste auch wieder abschalten. Unity wird mit dem stets sichtbaren Menü ein Stück übersichtlicher. Allerdings hat diese Einstellung auch den Nachteil, dass der Fenstertitel nicht mehr zu sehen ist. Wer ganz traditionelle Menüs in den Programmfenstern sehen will, bekommt diese nach der Deinstallation dreier Pakete zurück. Der Befehl

sudo apt-get remove indicator-app menu unity-gtk2-module unitygtk3- module  

wirft gezielt jene Pakete vom System, die in Unity für die globale Menüleiste im Panel sorgen. Nach einer erneuten Anmeldung am System zeigt sich die ganz normale Menüleiste. Eine Ausnahme ist der Standard-Dateimanager Nautilus, denn dieser liegt in Unity in einer gepatchten Version ohne eigenes Menü vor. Verwenden Sie stattdessen den verwandten Dateimanager Nemo, der als Abspaltung von Nautilus klassische Menüs und einen größeren Funktionsumfang behalten hat. Nemo können Sie mit dem Kommando

sudo apt-get install nemo  

nachinstallieren.

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