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Fehler-Check bei jedem Einstecken

23.08.2016 | 15:10 Uhr |

Will Windows eine externe Festplatte bei jedem Anstecken reparieren, sollten Sie die ausführliche Fehlersuche aktivieren.

Jedes Mal, wenn Sie Ihre USB-Festplatte an den PC anschließen, will Windows die Platte überprüfen und reparieren. Sie haben das bereits mehrmals durchgeführt, doch offenbar kann Windows den Fehler nicht finden oder nicht reparieren, denn diese Meldung erscheint immer wieder.

Windows möchte die Platte immer überprüfen, weil es der Meinung ist, dass Ihr Dateisystem fehlerhaft ist. Das kann passieren, wenn Sie die Platte vom Rechner abziehen, bevor ein Schreib- oder Lesevorgang beendet wurde. Aus diesem Grund setzt es das sogenannte Dirty Bit, das beim Einstecken die Fehlermeldung und die Reparatur auslöst.

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Führen Sie die Datenträgerüberprüfung erneut durch, doch aktivieren Sie diesmal auch die zweite Option „Fehlerhafte Sektoren suchen/wiederherstellen“. Je größer die Festplatte, desto länger dauert diese Überprüfung – meistens mehrere Stunden. Daraufhin sollten Sie die Festplatte defragmentieren, über einen Rechtsklick auf die Festplatte und „Eigenschaften -> Tools -> Jetzt defragmentieren“. Danach prüfen Sie über die Kommandozeile, ob auf der externen Festplatte immer noch das Dirty Bit gesetzt ist. Rufen Sie dafür die Kommandozeile mit Administratorrechten auf und tippen Sie folgenden Befehl ein:

fsutil dirty query x:

Ersetzen Sie hierbei x durch den Laufwerksbuchstaben für die Partition der externen Festplatte. Erscheint als Ergebnis „Volume ist NICHT fehlerhaft“, haben Sie das Problem gelöst. Meldet Windows die Festplatte jedoch weiterhin als fehlerhaft, können Sie ein Reparaturtool des Herstellers ausprobieren. Diese gehen meist intensiver vor als die Windows-Bordmittel, um Plattenfehler zu identifizieren. Von Seagate gibt es zum Beispiel die Seatools, von Western Digital das Programm Data Lifeguard Diagnostics: Wählen Sie bei diesen Tools jeweils den langen oder erweiterten Test.

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Nun sollten Sie auf jeden Fall Ihre Dateien von der Festplatte sichern, wenn Sie immer noch keinen Erfolg haben und Windows die Platte zudem weiterhin fehlerverdächtig findet. Denn jetzt steht ebenfalls der Verdacht eines Hardwarefehlers im Raum.

Nach dem Backup können Sie die Festplatte formatieren und überprüfen, ob der Fehler im weiteren Einsatz erneut auftaucht. Tut er das, ist es empfehlenswert, die Platte nicht mehr zu nutzen.

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