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Farbräume erklärt: Adobe RGB vs. sRGB

25.02.2015 | 14:35 Uhr |

In diesem Tipp erklären wir Ihnen die Unterschiede der beiden Farbräume sRGB und Adobe RGB.

Bei vielen Digitalkameras, vor allem solchen, die Wechselobjektive einsetzen, können Sie den Farbraum auswählen. Der Farbraum bestimmt, wie viele Farben eine Kamera maximal aufzeichnen kann (Gamut). Zur Wahl stehen meist sRGB und Adobe RGB. Der sRGB-Raum, auch Standard RGB (Rot, Grün, Blau) genannt, wurde von HP und Microsoft entwickelt. Er gilt als der optimale Farbraum für Bilder, die im Internet betrachtet werden. Allerdings zeigt sRGB Schwächen bei der Darstellung von satten Rot-, Grün- und Blautönen, aber auch im Grün- bis Türkisbereich.

Um diese Defizite zumindest teilweise auszugleichen, hat Adobe Systems den größeren Farbraum Adobe RGB entwickelt. So ist bei Adobe RGB die Darstellung von Grün- und Türkistönen im Vergleich zu sRGB besser. Bei gesättigten Rot- und Blautönen bleibt die Wiedergabe jedoch hinter sRGB zurück. Dennoch: Adobe RGB gibt die maximale Anzahl von Farben eines CMYK-Druckers auf einer RGB-Farbquelle wie einem Display wieder. Außerdem kann der Farbraum etwa die Hälfte der sichtbaren Farben aus dem Lab-Farbraum darstellen.

Die Abbildung zeigt, welcher Farbraum welchen Teil des sichtbaren Farbspektrums abdeckt.
Vergrößern Die Abbildung zeigt, welcher Farbraum welchen Teil des sichtbaren Farbspektrums abdeckt.

Doch welchen Farbraum sollen Sie nun nehmen? sRGB hat sich als Standard bei Monitoren, Fernsehern und Beamern etabliert, so dass Adobe RGB hier keinen Vorteil bringt. Die meisten Fotolabore verarbeiten ebenfalls nur sRGB-Daten und geben die Farben sogar falsch aus, wenn sie in AdobeRGB vorliegen. Adobe RGB hat sich dagegen in der Druckbranche durchgesetzt. Und auch manche hochwertige Foto-Tintenstrahler können bereits einen Teil der Mehrfarben von Adobe RGB ausgeben.

Übrigens: Fotografieren Sie im RAW-Format, können Sie den Farbraum später wählen.

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