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Excel 97-2003: Berechnungen mit Matrixformeln

27.06.2007 | 12:02 Uhr |

Sie müssen in einer Arbeitsmappe für einen ganzen Zellbereich mit demselben Algorithmus Berechnungen durchführen. Die Ergebnisse sollen dabei in einem anderen Zellbereich stehen. Sie suchen nach einer möglichst einfachen Lösung, die es Ihnen erspart, in jede einzelne Zelle die gleiche Formel einzutragen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Problem lösen können.

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Problem:

Sie müssen in einer Arbeitsmappe für einen ganzen Zellbereich mit demselben Algorithmus Berechnungen durchführen. Die Ergebnisse sollen dabei in einem anderen Zellbereich stehen. Sie suchen nach einer möglichst einfachen Lösung, die es Ihnen erspart, in jede einzelne Zelle die gleiche Formel einzutragen.

Lösung:

Hier können Matrixformeln helfen, weil sie statt mit einzelnen Zellen mit Zellbereichen rechnen. Dabei kann das Ergebnis in einer einzelnen Zelle landen, wie zum Beispiel bei der vordefinierten Matrixformel „SummeWenn“.

Alternativ gibt es auch Matrixformeln, deren Ergebnisse in einem ganzen Zellbereich stehen. Matrixformeln bieten außerdem Schutz vor unabsichtlichen Veränderungen: Sie können nämlich einzelne Zellen aus der Matrix nicht wie gewohnt ändern, sondern müssen die Bearbeitung immer mit der Tastenkombination <Strg>-<Shift>-<Return> abschließen. Excel passt damit die Matrixformel in allen Zellen an, auch wenn nur eine einzelne Zelle markiert ist.

Das Prinzip einer Matrixformel ist immer gleich: Sie benötigen einen oder mehrere Zellbereiche, in denen die Daten stehen, mit denen Sie rechnen wollen. Im ersten Schritt markieren Sie den gesamten gewünschten Zielbereich, etwa die Spalte B.

Im zweiten Schritt bestimmen Sie die Formel für die erste Zeile. Ersetzen Sie in dieser Formel jedes Vorkommen einer Zelle aus der ersten Zeile durch den Zellbereich, der alle Zeilen dieser Spalte umfasst.

Diese Formel mit den Zellbereichen tragen Sie dann in der Bearbeitungsleiste ein, etwa: =A:A*1,19. Damit Excel erkennt, dass es sich dabei um eine Matrixformel handelt, schließen Sie die Eingabe nicht mit <Return> ab, sondern verwenden statt dessen die Tastenkombination <Shift>-<Strg>-<Return>. Ein Beispiel: Im Tipp „Säulendiagramm mit mehreren Farben“ (links) erstellen Sie für die drei Hilfsspalten jeweils eine Formel, die überprüft, ob der Wert aus der Spalte A in einem von drei Wertbereichen liegt.


Die Formel ist in allen Zeilen derselben Hilfsspalte gleich, nur der Zellbezug auf die aktuelle Zeile ändert sich. Hier betrachten wir nur die erste Hilfsspalte, die überprüfen soll, ob die Zahl in der Spalte A kleiner als 150 ist. Wenn Sie eine Matrixformel einsetzen wollen, markieren Sie zunächst alle Zellen, in denen das Ergebnis der Berechnung erfolgen soll – in unserem Fall also die Zellen C1 bis C9. Die Matrixformel lautet wie die normale Formel, nur müssen Sie die Zellbezüge durch die entsprechenden Bereiche ersetzen: Wenn Sie also beispielsweise die Zeilen 1 bis 9 markiert haben, ersetzen Sie „A1“ durch „A1:A9“, tragen also statt =WENN(A1>150;A1;“„) einfach die Matrixformel =WENN(A1:A9>150;A1:A9;"") ein. Wenn Sie die Aktion mit der Tastenkombination <Shift>-<Strg>-<Return> abschließen, trägt Excel in alle markierten Zellen die Matrixformel ein – erkennbar an den geschweiften Klammern in der Bearbeitungsleiste.

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