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Steuern flexibel berechnen

08.11.2007 | 11:14 Uhr |

Auch wenn es manchem Steuerpflichtigen so erscheinen mag – die Berechnung der Lohnsteuer ist keine Geheimwissenschaft. Das Bundesfinanzministerium stellt unter www.abgabenrechner.de sogar einen Rechner zur Verfügung, mit dem sich die Steuer genau bestimmen lässt. Wie das Programm funktioniert und welche Parameter in die Berechnung einfließen, ist im Programmablaufplan (auf der gleichen Web-Seite) genau dokumentiert. Mit Hilfe dieser Infos können Entwickler von Steuerberechnungs-Software dann eigene Programme erstellen.

nforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Auch wenn es manchem Steuerpflichtigen so erscheinen mag – die Berechnung der Lohnsteuer ist keine Geheimwissenschaft. Das Bundesfinanzministerium stellt unter www.abgabenrechner.de sogar einen Rechner zur Verfügung, mit dem sich die Steuer genau bestimmen lässt. Wie das Programm funktioniert und welche Parameter in die Berechnung einfließen, ist im Programmablaufplan (auf der gleichen Web-Seite) genau dokumentiert. Mit Hilfe dieser Infos können Entwickler von Steuerberechnungs-Software dann eigene Programme erstellen.

Lösung:

Unser Leser Werner Kasper hat sich die Mühe gemacht, den Ablaufplan für Excel umzusetzen. Sein Excel-Add-in ist deutlich flexibler als die sonst im Internet angebotenen Lösungen. Damit lässt sich zum Beispiel kalkulieren, ob es sich finanziell lohnt, einen Teilzeitjob um einige Stunden pro Woche zu erweitern. Auch Rentner und Ruheständler können damit ihre Steuern berechnen – dafür gibt es unseres Wissens bisher keine Lösung. Die Excel-Tabelle lässt sich individuell anpassen und ermöglicht die Übernahme von Daten aus einem Excel-Arbeitsblatt und den Export zurück.

Wir beschreiben hier, wie Sie :Steuern.XLA unter Office XP einsetzen. Bei anderen Programmversionen können die Menübezeichnungen abweichen.

Add-in installieren: Zur Installation kopieren Sie die Datei Steuern.XLA in einen beliebigen Ordner. Starten Sie Excel, und gehen Sie auf „Extras, Add-Ins“. Klicken Sie auf „Durchsuchen“ und wählen Sie die XLA-Datei aus. Damit das Add-in fehlerfrei arbeiten kann, gehen Sie auf „Extras, Makro, Sicherheit“ und wählen auf der Registerkarte „Sicherheitsstufe“ die Option „Niedrig“. Auf der Registerkarte „Vertrauenswürdige Quellen“ aktivieren Sie die Klickboxen vor „Allen installierten Add-Ins und Vorlagen vertrauen“ und „Zugriff auf Visual Basic-Projekt vertrauen“. Wenn Sie das Add-in gerade nicht verwenden, sollten Sie aus Sicherheitsgründen die Einstellungen wieder auf den Standard zurücksetzen.

Add-in verwenden: Erstellen Sie über „Datei, Neu“ eine neue leere Arbeitsmappe. Gehen Sie im Kontextmenü einer beliebigen Zelle auf „Steuern und Sozialabgaben berechnen“. Es öffnet sich ein Dialog, in den Sie Ihre Daten eintragen. Die blau eingefärbten Bereiche enthalten Felder für Eingaben, die immer notwendig sind. Das sind beispielsweise der Personenkreis (Arbeitnehmer, Rentner, Mini-Jobber), die steuerpflichtigen Einkünfte und der Lohnzahlungszeitraum. Weiß markierte Felder sind je nach Fall auszufüllen oder nicht. Sollten die Eingaben nicht plausibel sein, etwa bei Lohnsteuerklasse 2 und einer Kinderzahl <1, erhalten Sie eine Warnmeldung. Klicken Sie zum Abschluss auf „berechnen“. Die Ergebnisse erscheinen in den grün hinterlegten Feldern. Wenn Sie die Daten in das Arbeitsblatt übernehmen möchten, aktivieren Sie unter „Ausgaben für Tabellenblatt“ die Option „Ergebnisse“, und klicken Sie auf „Ausgabe + beenden“.

Weitere Möglichkeiten: Wenn Sie die Option „Formel + Eingabe (vertikal)“ aktivieren, sehen Sie in Ihrem Arbeitsblatt die Formel zur Berechnung der Steuer („=Lst- Sozabgaben()“) und die Parameter. Wenn Sie andere Konstellationen ausprobieren wollen, ändern Sie entweder die Parameter und verwenden die Formel, oder Sie markieren die Werte der Parameterliste und klicken im Kontextmenü erneut auf „Steuern und Sozialabgaben berechnen“. Das Add-in übernimmt die Daten zur Weiterverarbeitung automatisch in den Dialog.

Wichtig: Sie müssen die Reihenfolge und Zahl der Parameter einhalten, wie sie das Makro „LstSozabgaben“ erwartet. Ist eine Zelle leer, nimmt das Makro den Standardwert an. Das Kontextmenü bietet zusätzlich noch den Punkt „Arbeitsblatt übernehmen“, dahinter verbergen sich eigenständige Anwendungen, wie eine flexibel gestaltbare Lohnsteuertabelle, ein ausführliches Testblatt inklusive Beschreibung sowie ein Änderungsblatt der jahresabhängigen Konstanten.

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