2088848

Ethernet, WLAN und Powerline im Vergleich

22.07.2015 | 14:31 Uhr |

Die Netzwerk-Technologien Ethernet, WLAN und Powerline haben alle ihre Vor- und Nachteile. Wir geben Tipps für den Einsatz.

Beim Aufbau eines Netzwerks haben Sie heute die Wahl zwischen kabelgebundenem Ethernet, WLAN und Powerline, also der Datenübertragung über die Stromkabel. Alle drei haben Vor- und Nachteile, viele Nutzer sind daher unsicher. Die folgende Liste stellt stichpunktartig die wichtigsten Eigenschaften der drei Technologien zusammen und gibt Tipps.

Ethernet: Die klassische Verbindung per Netzwerkkabel zeichnet sich einerseits dadurch aus, dass sie sehr günstig ist. Passende Netzwerk-Adapter gehören zur Grundausstattung jedes aktuellen PCs und Notebooks oder lassen sich bei älteren Rechnern kostengünstig nachrüsten. Der Standard erlaubt zudem Kabellängen bis zu 100 Metern, die Datenübertragung ist sehr stabil. Lauschangriffe sind praktisch nicht möglich.

Der größte Nachteil ist die mangelnde Flexibilität. Um mehrere Zimmer zu verbinden, muss oft die Wand durchbohrt werden, ein per Kabel verbundenes Notebook ist in seiner Mobilität eingeschränkt. Zudem lassen sich viele moderne Geräte wie Smartphones, Tablets, Smart-TVs usw. nur drahtlos ins Netzwerk einbinden.

Empfehlung: Aufgrund der stabilen und abhörsicheren Verbindungen ist Ethernet die optimale Basis-Technologie für den Arbeitsbereich. Sie sollten sie allerdings um ein WLAN ergänzen.

WLAN-Antennen: Achten Sie auf die Ausrichtung!

WLAN: Praktisch jede aktuelle, netzwerkfähige Hardware verfügt über die Möglichkeit zur Einbindung in ein Funknetzwerk. Über USB-Sticks zu Preisen zwischen 10 und 20 Euro lassen sich auch ältere Rechner ans Netz bringen. Ein Access Point ist in den Router meist mit eingebaut. Entsprechende Schlüssellängen vorausgesetzt, gelten beide WPA-Verschlüsselungen nach wie vor als sicher. WLAN-Verbindungen sind maximal flexibel, innerhalb der Reichweite des Netzwerks können die Geräte beliebig platziert und bewegt werden.

Die größten Nachteile der Funktechnologie sind die mangelnde Reichweite sowie die geringe Geschwindigkeit und instabile Verbindungen in den Randbereichen, vor allem wenn mehrere Netze miteinander konkurrieren. WLAN-Repeater bringen leichte Verbesserungen, eine perfekte Lösung bilden allerdings auch sie nicht.

Empfehlung: Ein WLAN ist ideal, um ein einzelnes Zimmer mit einer Netzwerkabdeckung zu versorgen. Bei größeren Wohnungen oder Häusern muss Ethernet oder Powerline hinzukommen.

Powerline: Das Netzwerk übers Stromkabel kommt ungefähr auf die gleiche Reichweite wie ein WLAN, ist jedoch weniger Störeinflüssen ausgesetzt und damit stabiler und oftmals auch schneller.

Sein größter Nachteil sind die Anschaffungskosten, die deutlich über denen der beiden anderen Technologien liegen. Dafür bekommt man jedoch einen WLAN-Access Point gleich mit dazu.

Empfehlung: Powerline wird am besten dazu eingesetzt, ein oder mehrere entfernte Zimmer mit einem stabilen Netzwerkanschluss auszustatten, ohne dass dafür Wände durchbohrt oder Kabel verlegt werden müssten.

Powerline mit WLAN konfigurieren

0 Kommentare zu diesem Artikel
2088848