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WLAN-Probleme lösen

24.06.2009 | 09:00 Uhr |

Was tun, wenn das WLAN nicht so funktioniert, wie es soll? Abhilfe lässt sich oft ganz schnell schaffen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Brennpunkte überwachen und Schwachstellen aufspüren.

Sie können den Router nicht ansprechen
Prüfen Sie, ob der WLAN-Router angeschlossen und eingeschaltet ist und ob seine Antennen mit dem Gerät verbunden respektive festgeschraubt sind. Auch das WLAN-Modul des Rechners muss aktiviert sein. Können Sie den Router immer noch nicht ansprechen, liegt es eventuell an der zu großen Entfernung oder daran, dass der Router seine SSID (Service Set Identifier) nicht sendet – das ist die einfachste Art, einen WLAN Acess Point zu schützen. Sie müssen im Konfigurationsmenü des Routers eine Option wie „SSID nicht senden“ deaktivieren beziehungsweise „Broadcast SSID“ einschalten.

Schmarotzer aus dem WLAN verbannen
Wer Ihr WLAN nutzt, erfahren Sie im Menü des Routers – etwa unter „Status, Details, DHCP-Server“ – oder per Software. Unberechtigte Teilnehmer sperren Sie einfach aus, indem Sie die Verschlüsselung einschalten, das Netzwerk umbenennen, die SSID verstecken und den Zugang per MAC-Adresse beschränken.

Sie haben sich selbst ausgeschlossen
Setzen Sie den WLAN-Router auf die Grundeinstellungen zurück, indem Sie den Reset-Knopf im Gehäuse mit Hilfe einer Büroklammer drücken. Ob währenddessen die Stromversorgung ein- oder ausgeschaltet sein muss, erfahren Sie im Handbuch des Geräts. Dort können Sie auch die Zugangsdaten (etwa die IP des WebInterfaces und das Passwort) nachlesen. Den Router bekommen Sie wieder sicher, indem Sie folgende Schritte gehen: Um Ihren Router vor WLAN-Eindringlingen zu schützen, sollten Sie dafür sorgen, dass er nur vom kabelgebundenen Netz aus konfigurierbar ist, und ein Passwort für die Administration vergeben. Aktivieren Sie dann die WPA-Verschlüsselung, und vergeben Sie dafür ein Kennwort, den Pre-Shared-Key (PSK). Verstecken Sie dann die SSID. Sobald alle Geräte mit dem WLAN verbunden sind, notieren Sie sich im Router-Menü die angezeigten oder manuell ermittelten Mac-Adressen und erlauben unter „Sicherheit“ nur ihnen, das WLAN zu nutzen.

So erhöhen Sie die Reichweite des Routers
Stehen WLAN-Router und PC oder Notebook zu weit auseinander, gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können die Funklöcher per Repeater stopfen oder einen zweiten Router verwenden, der die „Repeater“- oder „Universal Repeater“-Funktion unterstützt. Preisgünstiger kommt es, wenn Sie die mitgelieferte Antenne durch eine Richtfunkantenne ersetzen. Schlagen Sie im Handbuch des Routers nach, welcher Anschlusstyp es sein muss, RP-SMA oder RP-TNC. Fahnden Sie auf einer Preisvergleichsseite nach WLAN-Antennen – die Joymax WLAN Antenne 12dB etwa ist für rund 35 Euro erhältlich.

Mit dem Fritz WLAN Repeater N/G stopfen Sie Funklöcher
Vergrößern Mit dem Fritz WLAN Repeater N/G stopfen Sie Funklöcher
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WLAN-Quick-Tipps
Die WLAN-Verbindung hängt: Klicken Sie das WLAN-Symbol im Systray mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie im Kontextmenü „Reparieren". Jetzt wird die WLAN-Verbindung neu aufgebaut.
So stopfen Sie Funklöcher: Mit einem Repeater wie dem Fritz WLAN Repeater N/G (75 Euro) binden Sie auch weiter entfernte PCs ins WLAN ein.
Mehrere Geräte am Router: Besitzt Ihr WLAN-Router nur eine Ethernet-Buchse, benötigen Sie einen 4er- oder 8er-Switch (ab 16 Euro), um weitere Geräte ins Netzwerk einzubinden.
MAC-Adresse herausfinden: Die Ziffernfolge, über die jede Netzwerkkomponente zu identifizieren ist, finden Sie auf dem Gehäuse oder auf dem Typenschild – bei Einbaukarten befindet sie sich normalerweise auf der Platine.
WLAN-Netze aufspüren: Welche Netzwerke sich im Empfangsbereich befinden, meldet das kostenlose Netstumbler .
WLAN-Netze analysieren: Die Reichweite, Qualität und Belegung eines WLAN-Netzwerks misst Wireless Mon .
Rat und Hilfe im Netz finden Sie in einem Forum zu Routern allgemein oder rund um die Fritzbox .

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