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Notebook-Probleme lösen

Was tun, wenn Ihr Notebook nicht mehr klaglos seinen Dienst versieht? Mit unseren Tipps und den passenden Tools sorgen Sie dafür, dass Ihre Hardware wieder wie am Schnürchen läuft.

Erster Ansprechpartner bei Treiberproblemen ist der Notebook-Hersteller (Website oder Hotline) – er weiß, welche Komponenten im jeweiligen Modell stecken. Es kommt allerdings vor, dass während eines Produktionszeitraums mehrere Hersteller zum Zuge kamen. Dann stehen entsprechend viele Treiber zur Auswahl. Falls Sie die Komponente nicht genau identifizieren können, müssen Sie die Treiber nacheinander ausprobieren. Referenztreiber vom Komponentenhersteller zu verwenden empfiehlt sich nur, wenn Sie beim Notebook-Hersteller nicht fündig werden und ein Update unbedingt nötig ist, um einen Fehler zu beheben. Für viele Kartenleser, WLAN-, Bluetooth- und Ethernet-Module sowie Intel-Chipsätze sind Referenztreiber vom jeweiligen Hersteller erhältlich. Vor dem Download steht natürlich das genaue Identifizieren der Komponente. Das geht beispielsweise im Windows-Gerätemanager, per Handbuch oder Diagnose-Tool. Drücken Sie dazu unter XP und Vista einfach <Win>-<R>, tippen „dxdiag“ ein, und klicken Sie auf „OK“.

So wechseln Sie eine defekte Festplatte aus
Eine defekte Festplatte zu tauschen oder ein Modell mit mehr Kapazität einzubauen geht bei den meisten Notebooks problemlos. Hierfür lässt sich der Gehäuseboden öffnen. Wie es bei Ihrem Notebook funktioniert, lesen Sie im Handbuch nach. Achten Sie darauf, dass Sie vor dem Umzug alle Daten sichern, alle Treiber für die Installation auf der neuen Platte haben und die Festplatte physikalisch überhaupt in den Schacht passt – meist ist dort nur für 9,5 Millimeter dicke Standardmodelle Platz. 12-Millimeter-Festplatten machen oft Probleme. Schwierig gestaltet sich der Tausch auch bei Designer-Notebooks wie denen von Apple sowie bei Netbooks und Sub-Notebooks. Oft ist es notwendig, das gesamte Gehäuse zu öffnen und Teile der Komponenten auszubauen. Lassen Sie sich hier besser von einem Fachmann helfen.

Das Deaktivieren des WLAN-Moduls erhöht die Akkulaufzeit
Vergrößern Das Deaktivieren des WLAN-Moduls erhöht die Akkulaufzeit
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Die Akkulaufzeit genügt Ihnen nicht
Die Akkulaufzeit lässt sich auf vielerlei Art verlängern – das Prinzip ist aber immer gleich, nämlich den Strombedarf zu verringern. Als Erstes sollten Sie die Komponenten deaktivieren, die Sie nicht benötigen, etwa das WLAN- und/oder das Bluetooth-Modul. Holen Sie das Medium aus dem optischen Laufwerk. Verringern sie auch die Display-Helligkeit, und regeln Sie den CPU-Takt herunter.

Der Rechner stürzt nach einiger Zeit ab
Das kann daran liegen, dass sich im Laufe der Zeit Staub und Schmutz an den Kühllamellen, Lüftern und Lüftergittern ansammeln. Das führt dazu, dass weniger Luft durch das Notebook strömt und weniger Wärme vom Kühlkörper abtransportiert wird. Reinigen Sie die Lüftergitter, und versuchen Sie den Staub zu entfernen – eventuell mit einem Pinsel, Staubsauger oder per Druckluft. Sie können den Wärmeabtransport auch unterstützen, indem Sie das Notebook auf kleine Füße stellen. Spezielle Lüfter lassen sich an der Unterseite des Notebooks befestigen – etwa der Notepal von Coolermaster . Hilft das alles nichts, sollten Sie den mobilen Rechner zum Fachmann bringen, der das Gehäuse öffnet und das Innenleben von Staub befreit.

Notebook-Quick-Tipps
Das Touchpad ausschalten: Beim Benutzen einer USB-Maus stören versehentliche Eingaben per Touchpad. Deaktivieren Sie es per Funktionstaste – welche, steht im Handbuch.
Das Notebook wird zu heiß: Wird der mobile Rechner an der Unterseite unangenehm heiß, können Sie einen Hitzeschild verwenden – etwa das Logitech Lapdesk (rund 30 Euro).
Schutz vor Diebstahl: Die Shareware Laptop Alarm schlägt lautstark Alarm, wenn sich ein Unbefugter an Ihrem Notebook zu schaffen macht.
Farbeinstellungen ändern: Wenn sich die Farben von PC, Drucker und Notebook unterscheiden, können Sie die Farben am Monitor per Monitor Calibration Wizard einstellen.
Die Einfügen-Taste nervt Sie: Das Umschalten zwischen „Überschreiben“ und „Einfügen“ deaktivieren Sie etwa unter Word per „Extras, Anpassen, Tastatur“.
Die Akkuleistung sinkt: Achten Sie darauf, dass der Akku immer komplett ent- und aufgeladen wird. Hängt Ihr Notebook immer am Stromnetz, sollten Sie den Akku entfernen.
Arbeitsspeicher tauschen: Achten Sie auf den Speichertyp. Um welchen es sich handelt, steht im Notebook-Handbuch und auf dem Speicherriegel.
Grafik-Upgrade – geht das? Nur wenige Notebook-Anbieter – etwa Cybersystem verkaufen für ausgewählte High-End-Notebooks ein Grafikkarten-Upgrade.
CPU-Taktraten anpassen: Die Taktrate und die Kernspannung der CPU stellen Sie mit Rightmark CPU Clock Utility ein.
Rat und Hilfe im Netz: Problemlösungen rund ums Notebook gibt es im Forum von Notebookcheck .

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