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Ersatz für Ping und Traceroute

02.11.2015 | 17:00 Uhr |

Windows hat Befehle an Bord, mit der Sie Server-Verbindungen überwachen können. Eine Alternative dazu ist das Tool WinMTR.

Dieses Programm brauchen Sie: WinMTR , kostenlos, für Windows XP, Vista, 7, 8

Jede Windows-Version bringt den Ping-Befehl mit, mit dem Sie in der Eingabeaufforderung testen können, ob ein anderes Netzwerkgerät verfügbar ist. So können Sie beispielsweise feststellen, ob die Verbindung von Ihrem PC zum Router grundsätzlich funktioniert, obwohl Sie dessen Bedienoberfläche nicht erreichen können.

Der Ping-Befehl: Das Verfahren ist ganz einfach. Geben Sie im Startmenü von Windows den Befehl „cmd“ ein und klicken Sie auf die angezeigte „Eingabeaufforderung“. Tippen Sie nun „ping“ ein, gefolgt von der IP-Adresse oder dem Hostnamen des anderen Rechners oder Netzwerkgeräts, also etwa „ping 192.168.178.1“, um die Fritzbox anzuwählen. Ping schickt nun nacheinander vier Datenpakete an den Router, der seinerseits mit vier Paketen antwortet. Falls der Ping-Befehl eine Adresse nicht findet, erhalten Sie eine Fehlermeldung.

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Ping lässt sich aber auch zum Testen der Internetverbindung einsetzen. Wenn Sie etwa keine Website erreichen können, probieren Sie zunächst wie oben angegeben aus, ob die Verbindung zu Ihrem Router steht. Falls ja, versuchen Sie im nächsten Schritt einen Internetserver zu erreichen. Gut geeignet ist beispielsweise die Google-Suchmaschine: Mit dem Befehl „ping www.google.de“ stellen Sie fest, ob Sie mit Ihrem Computer ins Internet gehen können. Falls das nicht funktioniert, der Router jedoch auf ein Ping antwortet, ist in den meisten Fällen der DSL-Zugang entweder falsch konfiguriert oder ausgefallen.

Wundern Sie sich jedoch nicht, wenn Internetadressen auf einen Ping nicht reagieren: Bei den Server-Betriebssystemen ist das häufig die Voreinstellung und soll Traffic-Volumen und Auslastung verringern.

Der Befehl Traceroute: Eng verwandt mit Ping ist der Befehl Traceroute, in Windows enthalten in Form des Programms tracert.exe. Er zeigt Ihnen die einzelnen Stationen an, die ein Ping auf dem Weg zu seinem Zielserver nimmt und nennt jeweils die Antwortzeiten. Mit ihm können Sie herausfinden, an welchem Knoten es für die Datenpakete nicht weitergeht. Für private Nutzer  bringt das meist keine wertvollen Erkenntnisse. In professionellen Unternehmensnetzwerken kann diese Information jedoch nützlich sein.

Die Verwendung von Traceroute ist nahezu identisch zu der von Ping. Tippen Sie den Befehl einfach in der Eingabeaufforderung ein, gefolgt von der IP-Adresse oder dem Hostnamen, also etwa „tracert www.google.de“. Tracert schickt an jede der Stationen drei Datenpakete und misst die Antwortzeiten.

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So geht’s mit Pathping: Schneller geht’s mit dem ebenfalls in Windows vorhandenen Tool Pathping, das die drei Pakete parallel versendet. Benutzt wird es in der Form „pathping www.google.de“.

Die Alternative WinMTR: Eine Alternative zu Ping und Traceroute ist WinMTR, das zudem mit einer grafischen Oberfläche aufwarten kann. Es vereinigt die Funktionalität der beiden Windows-Befehle, unterscheidet sich jedoch auch in einem wichtigen Punkt: WinMTR schickt in einstellbaren Abständen immer weitere Datenpakete an die eingegebene Adresse und lässt sich daher nutzen, um den Zustand und die Stabilität der Verbindung zu einem Server dauerhaft zu überwachen.

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