Einkaufsratgeber

Was sollten PC-Monitore und Grafikkarten können?

Donnerstag, 23.02.2012 | 11:05 von Dennis Steimels, Verena Ottmann, Thomas Rau, Michael Schmelzle, Ines Walke-Chomjakov
Bildergalerie öffnen Ratgeber Monitore und Grafikkarten
© istockphoto.com/courtneyk
Wer oft und lange vor dem PC sitzt, braucht einen guten Monitor – sonst sind müde
Augen vorprogrammiert. Eine moderne Grafikkarte kann viel mehr, als nur den Spielespaß zu erhöhen – zum Beispiel Videos in 3D darstellen sowie Musik- und Filmdateien in andere Formate umwandeln. Hier finden Sie die wichtigsten Infos für den Kauf.
Darauf kommt es bei PC-Monitoren an
Damit ein Bildschirm gleichermaßen zum Arbeiten und Spielen geeignet ist, sollte er eine Bilddiagonale von mindestes 22 Zoll haben, was umgerechnet etwa 56 Zentimetern entspricht. Die meisten Geräte dieser Größe zeigen die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten – das ist wichtig für die Wiedergabe von Blu-rays und anderen HD-Inhalten. Gute Geräte gibt’s hier ab 300 Euro. Zum Filmegucken benötigt der Bildschirm außerdem zwei Lautsprecher, die mindestens 2 Watt Leistung erbringen. Die Wiederholrate des Monitors sollte mindestens 100 Hz betragen, die Helligkeit 250 cd/m2, der dynamische Kontrast 5 Millionen:1. Zum Anschluss an einen PC, eine Spielkonsole oder einen Blu-ray-Spieler ist inzwischen die HDMI-Schnittstelle Standard.

Samsung Syncmaster T24A550 LED Preis: rund 300 Euro;
Bilddiagonale: 24 Zoll (61 cm); Auflösung: 1920 x 1080 Bildpunkte;
2 x HDMI; Lautsprecher; DVB-T und -C
Vergrößern Samsung Syncmaster T24A550 LED Preis: rund 300 Euro; Bilddiagonale: 24 Zoll (61 cm); Auflösung: 1920 x 1080 Bildpunkte; 2 x HDMI; Lautsprecher; DVB-T und -C
© Samsung

Das braucht der Technik-Fan 3D ist die Zukunft. Um dafür gewappnet zu sein, sollte Ihr zukünftiges Display dreidimensionale Inhalte darstellen können. Was die Bilddiagonale angeht, so sind Geräte ab 69 Zentimeter (27 Zoll) derzeit das Optimum. Sie bieten eine Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten im 16:9-Bildformat oder 2560 x 1600 Pixel (Bildformat 16:10).

Möchten Sie auf dem PC-Monitor auch fernsehen, achten Sie auf einen eingebauten TV-Empfänger für DVB-T, DVB-S2 oder DBT-C (HD). Wollen Sie zusätzlich zum PC einen Blu-ray-Player, eine Spielekonsole oder eine andere Datenquelle anschließen, sollte der Monitor weitere Schnittstellen besitzen: etwa weitere HDMI-Eingänge, Scart, Komponente sowie Composite Video. 3D-fähige Bildschirme mit TV-Empfänger sind ab etwa 500 Euro zu haben.


Darauf kommt bei es Grafikkarten an
Bereits Einsteigerkarten für rund 30 Euro beherrschen viele Spezialfunktionen wie die Full-HD-Decodierung. Empfehlenswert sind hier Modelle mit dem AMD-Grafikchip Radeon HD 6450 oder dem Nvidia-Grafikchip Geforce GT 430. Diese Karten haben auch den Vorteil, das sie vergleichsweise wenig Strom verbrauchen.

Zotac Geforce GTX 560 Ti AMP Preis: rund 200 Euro;
Grafikchip: Nvidia Geforce GTX 560 Ti; Chiptakt: 950 MHz;
Anschlüsse: 2 DVI, Mini-HDMI; Lieferumfang: Spiel „Assassin’s
Creed: Brotherhood“
Vergrößern Zotac Geforce GTX 560 Ti AMP Preis: rund 200 Euro; Grafikchip: Nvidia Geforce GTX 560 Ti; Chiptakt: 950 MHz; Anschlüsse: 2 DVI, Mini-HDMI; Lieferumfang: Spiel „Assassin’s Creed: Brotherhood“
© Zotac

Wenn Sie moderne Spiele in guter Qualität und hoher Auflösung spielen wollen, sollten Sie mindestens 150 bis 200 Euro in Ihre Grafikkarte investieren. Das gilt auch für den Fall, dass Sie die GPGPU-Technik für aufwendige Berechnungen nutzen möchten, zum Beispiel, um hoch aufgelöste Videos in schlankere Formate und Auflösungen zu überführen. Das derzeit beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten Modelle mit den Grafikchips AMD Radeon HD 6870 oder Nvidia Geforce GTX 560 Ti. Allerdings sind diese Modell mit Verbrauchswerten von 200 Watt und mehr schon recht stromhungrig. Noch mehr Geld sollten nur PC-Spieler ausgeben, die eine stereoskopische Darstellung, also in 3D, wünschen. Sinnvoll sind teure Grafikkarten zudem, wenn Sie maximale Bildqualität auf einem 30-Zoll-Monitor oder parallel auf mehreren Bildschirmen genießen wollen.


Das braucht der Technik-Fan Ambitionierte PC-Spieler greifen zur Powercolor Radeon HD 6990 LCS mit zwei Grafikchips, vier Gigabyte Videospeicher und integrierter Wasserkühlung. Kostenpunkt: rund 700 Euro. Dafür klappt dann aber auch die stereoskopische Darstellung anspruchsvoller Spiele mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Bildpunkten, achtfacher Kantenglättung und 16fachem Anti-Aliasing ruckelfrei.

Donnerstag, 23.02.2012 | 11:05 von Dennis Steimels, Verena Ottmann, Thomas Rau, Michael Schmelzle, Ines Walke-Chomjakov
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