TV-Kaufberatung

Kauf-Tipps zum richtigen Flachbildfernseher

Mittwoch den 15.02.2012 um 10:08 Uhr

von Dennis Steimels, Verena Ottmann, Thomas Rau, Michael Schmelzle, Ines Walke-Chomjakov

Bildqualität und Ausstattung sind die wichtigsten Aspekte beim Kauf eines Fernsehgeräts. Doch aktuelle TVs können mehr als nur Fernsehen: Wir zeigen, worauf es ankommt.
Die Mehrheit der Flachbildfernseher nutzt Panels aus Flüssigkristallen (Liquid Christal Display – LCD). Als Hintergrundbeleuchtung haben sich Leuchtdioden (LEDs) durchgesetzt. Irrtümlicherweise werden die Geräte deshalb auch als LED-TVs bezeichnet. Sie ermöglichen geringe Gehäusetiefen und verbrauchen weniger Strom als Schirme mit Kaltkathodenlampen. Günstige Fernseher setzen auf Edge LED. Erst bei teueren Modellen kommt Direct LED zum Einsatz.

Auch wenn das neue Gerät in erster Linie günstig sein soll, sollten Sie bei bestimmten Punkten keinen Kompromiss eingehen. Dazu gehört die Auflösung: Bei vielen günstigen Fernsehern bis zu einer Bildschirmdiagonale von 81 Zentimetern (32 Zoll) steht im Prospekt „HD Ready“. Hier kann der Fernseher zwar hochauflösende Bilder anzeigen, allerdings nicht in maximaler Auflösung und damit höchster Schärfe. Diese schafft er nur, wenn er das Logo „HD Ready 1080p“ mitbringt. Es garantiert, dass der Schirm Vollbilder mit 1920 x 1080 Bildpunkten darstellen kann, was dem hochauflösenden Fernsehen in maximaler Qualität entspricht.

Samsung UE40D6369 Preis: rund 950 Euro; Bilddiagonale: 40
Zoll (102 cm); Auflösung: 1920 x 1080 Bildpunkte; Tuner: DVB-T, -C,
-S; 200 Hertz Bildwiederholrate; 3D-Funktion, Smart TV
Vergrößern Samsung UE40D6369 Preis: rund 950 Euro; Bilddiagonale: 40 Zoll (102 cm); Auflösung: 1920 x 1080 Bildpunkte; Tuner: DVB-T, -C, -S; 200 Hertz Bildwiederholrate; 3D-Funktion, Smart TV
© Samsung



Wichtige Ausstattung: Eingebaute TV-Tuner gehören inzwischen zum Standard bei Fernsehern. Das heißt jedoch nicht, dass stets alle Arten eingebaut sind. Gerade bei günstigen TVs fehlt oft der Satellitenempfänger (DVB-S2). Die Tuner für Kabel (DVB-C) sowie terrestrisches Digitalfernsehen (DVB-T) sind schon eher selbstverständlich an Bord.

Trotz der schmalen Gehäuse bieten aktuelle Fernseher genug Schnittstellen, um das Gerät mit Zuspielern zu verbinden. Ins Netzwerk lässt sich das TV-Gerät per Ethernet integrieren. Das drahtlose Ansteuern per WLAN wird populärer, ist aber bei günstigen Fernsehern meist nicht üblich. Manchen Modellen liegen USB-Sticks bei oder lassen sich extra erwerben, über die sich das TV-Gerät drahtlos per WLAN ins Heimnetz einklinkt.

Das braucht der Technik-Fan
3D hat sich vom Trend des vergangenen Jahres zum zusätzlichen Kaufanreiz gewandelt. Wer die dreidimensionalen Bilder per Shutter bevorzugt, findet bei Xpand herstellerübergreifende Brillenmodelle, für die allerdings pro Stück gut 100 Euro fällig werden können. Dafür sollen sie die Fernsehgeräte von Panasonic, Sony, Samsung, LG (IR-Modelle), Sharp, Toshiba, Philips unterstützen. Ganz ohne Brille funktioniert der Tiefeneffekt schon beim TV-Modell Toshiba 55ZL2G, das allerdings mit 8000 Euro auch entsprechend teuer ist.



Mit dem Fernseher ins Internet: Ein Fernseher der technischen Oberklasse muss Smart TV beherrschen. Diese Hybrid-Lösung vereint klassisches Fernsehen mit Internetangeboten. Voraussetzung: Der Fernseher hängt per LAN oder WLAN im heimischen Breitband-Netzwerk. Dann lassen sich per Internetverbindung Zusatzangebote der Hersteller abrufen, gleichzeitig fernsehen und twittern oder mit entsprechenden Apps der Hersteller Fernseher über den Tablet-PC steuern. Die Angebote unterscheiden sich je nach Hersteller. Gemeinsam sind oft Direktzugriffe auf Youtube, Wetterdienste und soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Aktuelle Modelle bieten speziell angepasste Fernbedienungen, mit denen sich Eingaben am TV ähnlich wie beim Rechner per Mauszeiger vornehmen lassen.

Mittwoch den 15.02.2012 um 10:08 Uhr

von Dennis Steimels, Verena Ottmann, Thomas Rau, Michael Schmelzle, Ines Walke-Chomjakov

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1279502