E-Donkey / E-Mule / Overnet: Dateivorschau ermöglichen

Sie verwenden E-Donkey, E-Mule oder Overnet für den Dateitausch über das Internet. Standardmäßig lassen sich mit diesen Programmen die Qualität und der Inhalt einer Datei vor dem vollständigen Download nicht überprüfen. Erst nach dem stundenlangen Herunterladen einiger Hundert Megabyte stellt sich dann vielleicht heraus, dass Sie statt des gewünschten Films eine Fälschung (Fake) oder eine Aufnahme minderer Qualität bekommen haben. PC-WELT zeigt Ihnen, wie Sie den Inhalt der Dateien bereits beim Download betrachten können.
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Problem:

Sie verwenden E-Donkey, E-Mule oder Overnet für den Dateitausch über das Internet. Standardmäßig lassen sich mit diesen Programmen die Qualität und der Inhalt einer Datei vor dem vollständigen Download nicht überprüfen. Erst nach dem stundenlangen Herunterladen einiger Hundert MB stellt sich dann vielleicht heraus, dass Sie statt des gewünschten Films eine Fälschung (Fake) oder eine Aufnahme minderer Qualität bekommen haben.

Lösung:

E-Donkey, E-Mule oder Overnet arbeiten beim Herunterladen von Dateien auf die gleiche Weise. Für die erste zum Download ausgewählte Datei legen die Programme zuerst die zwei temporären Dateien "1.part" und "1.part.met" an.

Sie befinden sich standardmäßig im Temp-Verzeichnis des Ordners, in dem Sie das jeweilige Programm installiert haben. Wenn Sie weitere Dateien in die Dowload-Liste aufnehmen, liegen hier für jede dieser Dateien beispielsweise eine "2.part", "2.part.met", "3.part", "3.part.met" und so weiter. Abhängig vom Dateityp gibt es mehrere Möglichkeiten den Inhalt zu prüfen.

Bei MPG- oder MP3-Dateien genügt es meist, eine Kopie der jeweiligen Part-Datei zu erstellen, die Endung in MPG oder MP3 abzuändern und sie dann per Doppelklick zu öffnen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie - abhängig von der Größe der kompletten Datei - bereits einige MB heruntergeladen haben und sich schon ausreichend Informationen zur Identifizierung des Formats am Anfang der Datei befinden.

Wenn der Player die unvollständige Datei noch nicht abspielen kann, müssen Sie warten, bis die nötigen Informationen enthalten sind, und es dann noch einmal probieren. Bei MPG-Dateien funktioniert dieses Verfahren unabhängig vom genauenUnterformat - also beispielsweise auch für MPEG1 (VCD) und MPEG2 (SVCD).

Bei den häufig über Tauschdienste angebotenen AVI-Dateien im Divx-Format funktioniert dieses Verfahren in der Regel nicht. Sie besitzen eine komplexere Struktur und lassen sich auch nach dem Umbenennen der Part-Datei nicht ohne weiteres laden.

Zum Prüfen können Sie aber die Freeware Ed2k Fake Attack verwenden. Starten Sie das Programm, und geben Sie hinter "eDonkey Temp-Dir" den Pfad zum Temp-Verzeichnis von E-Donkey, E-Mule oder Overnet an. Eine Liste mit Dateinamen und den dazugehörigen Part-Dateien erscheint dann im Programmfenster. Nun wählen Sie die gewünschte Datei per Doppelklick aus und erzeugen über die Schaltfläche "Los" eine Vorschaudatei. Wenn die Operation erfolgreich war, können Sie die Wiedergabe über "Schließen und Wiedergeben" starten. Andernfalls müssen Sie auch hier warten, bis genügend Infos für die Vorschau heruntergeladen sind.

Bei MPG- und AVI-Dateien (auch im Divx-Format) sollten Sie die Freeware Video LAN Client ausprobieren. Das Programm ist eigentlich dazu gedacht, Video-Streams über ein Netzwerk abzuspielen, wie sie der zugehörige Video LAN Server bereitstellt. Es kann aber auch Dateien von der Festplatte verarbeiten. Klicken Sie dazu einfach auf die Schaltfläche "File", und wählen Sie eine Part-Datei aus. Video LAN Client spielt die Inhalte von Dateien im MPEG-1-, MPEG-2- und Divx-Format ab. Außerdem ist damit es auch möglich, vollständige oder unvollständige CD-Abbilder, beispielsweise BIN- oder ISO-Dateien, direkt abzuspielen, ohne vorher eine CD davon zu erstellen. Auch hier gilt: Wenn das Programm nichts wiedergibt, sollten Sie warten, bis die Part-Datei mehr verwertbare Informationen enthält.

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