Kaufratgeber

Multifunktionsgeräte für jeden Zweck

Dienstag den 21.02.2012 um 09:34 Uhr

von Dennis Steimels, Verena Ottmann, Thomas Rau, Michael Schmelzle, Ines Walke-Chomjakov

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Ein Multifunktionsgerät druckt, scannt und kopiert und bringt oft attraktive Extras mit. Wir verraten worauf es ankommt und geben Tipps für die richtige Kaufentscheidung.
Die Zeiten sind vorbei, dass sich Multifunktionsgeräte allein aufgrund der Technik in Lasermaschinen fürs Büro und Tintengeräte für zu Hause einteilen lassen. Dazu sind Laser-Multifunktionsgeräte zu günstig und Tintenstrahlkombis zu bürotauglich geworden. So bleibt als grundsätzliches Kriterium der Einsatzweck. Er bestimmt, welche Technik Sie wählen. Wer etwa nie Fotos ausdruckt, dafür aber jede Menge Textseiten benötigt, wird mit einem Lasermodell sicher glücklicher als mit einem Tintenkombi. Umgekehrt wird Sie ein Laserkombi zweifellos enttäuschen, wenn Sie Fotos ohne Raster, auf Fotopapier und dazu noch ohne erkennbaren Rand erwarten. Das wiederum beherrschen aber Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte. Beide Drucktechniken sind sehr ausgereift und bieten selbst bei günstigen Geräten ein gutes Qualitätsniveau.

HP Photosmart 5510 Preis: rund 100 Euro; Drucktechnik:
Tintenstrahler; Extra: E-Print per WLAN
Vergrößern HP Photosmart 5510 Preis: rund 100 Euro; Drucktechnik: Tintenstrahler; Extra: E-Print per WLAN
© HP

Günstige Kombidrucker: Im Einstiegsbereich bekommen Sie ein Tintenstrahl-Kombigerät bereits ab 80 bis 100 Euro (UVP). Dabei müssen Sie bei der Ausstattung gar keine großen Kompromisse machen. Die Geräte haben oft WLAN, Karteneinschübe, Vorschaubildschirm oder Fax-Funktion. Allerdings bringt nicht jedes Modell alles mit. Außerdem beschränken sie sich in der Regel auf vier Druckfarben, die in separaten Tintentanks oder in Kartuschen mit eingebautem Druckkopf aufgehoben sind.


Brother versieht das DCP-9010CN mit Duplex-Einheit, den
Emulationen PCL und PS3 sowie einem automatischen
Vorlageneinzug.
Vergrößern Brother versieht das DCP-9010CN mit Duplex-Einheit, den Emulationen PCL und PS3 sowie einem automatischen Vorlageneinzug.
© Brother

Farblaser-Multifunktionsgeräte: In dieser Geräteklasse kriegen Sie Drucker ab etwa 200 Euro (UVP). Sie bringen eine Grundausstattung mit: Drucker, Scanner, Kopierer, USB-Anschluss, GDI (PC-basierte Druckaufbereitung). Wenn Sie gut 100 Euro drauflegen, erhalten Sie ein Gerät mit Ethernet-Schnittstelle und Fax-Funktion. Geräte mit Duplex-Einheit und WLAN starten bei Herstellerpreisen von gut 400 Euro. Auch für Modellvarianten, die die Druckersprachen PCL und Postscript beherrschen, müssen Sie mit Aufpreis rechnen. Doch genaues Hinsehen lohnt sich insbesondere bei Farblaser-Kombigeräten, denn ein späteres Nachrüsten etwa mit zusätzlichen Papierkassetten ist nicht möglich.

Drucken bleibt teuer: Egal, ob Tinte oder Laser: Drucken und Kopieren kostet einfach Geld. Als Faustregel gilt: Je niedriger der Gerätepreis, desto höher fallen die Seitenkosten aus. Laut Hersteller sind die Einstiegs-Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte für Gelegenheitsnutzer gedacht, die insgesamt wenig drucken und kopieren. Deshalb haben sie kleine Patronen eingebaut, die schnell leer gedruckt sind. Ähnlich verhält es sich bei Farblaser-Kombis. Zusätzlich haben diese noch eine Besonderheit: Neu sind sie mit Starter-Tonern versehen. Diese Kartuschen sind geringer befüllt als die Patronen im Nachkauf. Die Folge: Wer viel druckt und kopiert, muss schon kurz nach dem Kauf für Tonernachschub sorgen.



Das braucht der Technik-Fan
Ein Multifunktionsgerät der Extraklasse bringt in der Regel ein bestimmtes Talent mit. So etwa eine Druckeinheit mit sechs oder mehr unterschiedlichen Tintenfarben, um möglichst viele Farbnuancen, aber auch gute Graustufen aufs Papier zu bringen. Hier spielt dann der Seitenpreis keine Rolle. Oder aber ein Lasergerät, das schnell bergeweise Textseiten ausgibt und dabei geringe Folgekosten verursacht.

Drucken vom Smartphone: In jedem Fall muss das Top-Multifunktionsgerät zusätzliche Dienste bieten, um per App oder E-Mail von mobilen Geräten oder via Cloud zu drucken. Außer mit den herstellereigenen Plattformen von Canon, Epson, HP, Kodak und Lexmark arbeitet das Top-Kombigerät auch mit Apple Air Print und Google Cloud Print zusammen. Es lässt sich mit Apps erweitern und per Touch-Bildschirm bedienen.

Dienstag den 21.02.2012 um 09:34 Uhr

von Dennis Steimels, Verena Ottmann, Thomas Rau, Michael Schmelzle, Ines Walke-Chomjakov

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