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Downsampling mit Nvidia-Grafikkarten nutzen

09.01.2015 | 11:34 Uhr |

Downsampling ermöglicht hübschere Grafik, indem der Grafikchip eine weitaus höhere Auflösung als eigentlich möglich zulässt. Das geht allerdings zu Lasten der Grafikleistung. Am Beispiel von Nvidia-Geforce-Grafikkarten zeigen wir Ihnen, wie auch Sie Downsampling betreiben können.

Wenn Sie sich über Grafikkarten und die Grafiktechniken in Spielen informieren, stolpern Sie ab und an über den Begriff „Downsampling“. Dabei handelt es sich um eine Technik, die Ihre Spielegrafik verbessert. Genauer gesagt lassen sich die Inhalte mit einer höheren Auflösung darstellen als der Monitor überhaupt nativ beherrscht. Die Berechnung übernimmt dabei der Grafikprozessor, was natürlich zu Lasten der Grafikleistung geht.

Vorteile liegen auf der Hand: Eine hohe Auflösung lässt mehr Details zu, indem die Grafikkarte Inhalte farbintensiver und -getreuer darstellt und die Kantenglättung deutlicher feiner wirkt. Vor allem für Spiele ohne integrierte Kantenglättung (Anti-Aliasing) ist Downsampling eine Hilfe. Doch bisher ist es ein vergleichsweise schwieriges Unterfangen und benötigt zudem enorme Rechenleistung – schließlich muss der Grafikchip viel mehr Pixel berechnen. Eine potente Grafikkarte ist also zu empfehlen!

Aktuell ist das Downsampling mit einer Nvidia-Grafikkarte etwas einfacher als mit Karten auf AMD-Chip-Basis, da bei Nvidia die entsprechende Option bereits im Treiber sitzt und somit kein zusätzliches Programm nötig ist. Navigieren Sie zunächst in die „Nvidia Systemsteuerung“, indem Sie beispielsweise mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle auf dem Desktop klicken. Prüfen Sie zuerst einmal, welche Auflösungen Ihr Monitor überhaupt ab Werk unterstützt: Hierfür tippen Sie auf „Auflösung ändern“ unter „Anzeige“. Ein Klick auf das untere „Anpassen…“ listet Ihnen weitere mögliche Auflösungen auf. Setzen Sie den Haken bei „Auflösungen aktivieren, die auf der Anzeige nicht verfügbar sind“, und klicken Sie auf „Benutzerspezifische Auflösung erstellen“.

Verfügen Sie über einen Full-HD-Monitor (1920 x 1080 Pixel), dann lässt sich in der Regel die Pixelzahl in der Höhe und Breite um bis zu 50 Prozent problemlos erhöhen: Bei einem 16:9-Format wären das etwa 2880 x 1620 und bei einem 16:10-Format 2880 x 1800 Bildpunkte. Wenn Ihnen die Auflösungen zusagen, tippen Sie sie in die Felder „Horizontale Pixel“ und „Vertikale Pixel“ ein und klicken unten auf „Test“. Erscheint der Desktop nun mit deutlich kleineren Symbolen und wirkt er allgemein etwas unscharf, hat das Downsampling geklappt.

Erscheint lediglich ein schwarzer Bildschirm, ist der Versuch missglückt, und Sie kommen mit einem Druck auf die Escape-Taste zurück auf die herkömmliche Auflösung. In diesem Fall können Sie probieren, über das Feld „Gesamtzahl der Pixel“ die vorgegebenen Werte in kleinen Schritten zu reduzieren (wenn Sie Besitzer einer Grafikkarte ab der Geforce GTX 650 sind) und anschließend wieder zu testen.

Natürlich müssen Sie die Auflösung auch im entsprechenden Spielmenü eingeben, sofern es sie noch nicht automatisch übernommen hat. Wir empfehlen als Grafikkarte mindestens eine Nvidia Geforce GTX 760. Beim Downsampling spielt besonders der Grafikspeicher eine wichtige Rolle, 2 bis 3 GB sind hier ein Muss!

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