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Domain-Namen an andere weitergeben

12.06.2001 | 14:14 Uhr |

Möchten Sie eine auf Ihren Namen registrierte Internet-Domain auf einen anderen Nutzer übertragen, müssen Sie hierbei aufpassen. Manche Provider sind der Auffassung, man müsse hierfür zunächst die Domain kündigen, der zukünftige Nutzer könne sie dann neu beantragen. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass ein Dritter diese Zeitspanne nutzt und die Domain inzwischen auf seinen Namen registriert. PC-WELT erklärt Ihnen den sicheren Weg, damit die Domain nicht von einer anderen Person weggeschnappt wird.

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Möchten Sie eine auf Ihren Namen registrierte Internet-Domain auf einen anderen Nutzer übertragen, müssen Sie hierbei aufpassen. Manche Provider sind der Auffassung, man müsse hierfür zunächst die Domain kündigen, der zukünftige Nutzer könne sie dann neu beantragen. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass ein Dritter diese Zeitspanne nutzt und die Domain inzwischen auf seinen Namen registriert.

Die Gefahr besteht tatsächlich. Da es keine Möglichkeit gibt, einen Domain-Namen zu reservieren, kann nach der Kündigung jeder die nun wieder freie Domain auf seinen Namen registrieren. Es gibt aber eine Möglichkeit, die Domain gezielt weiterzugeben. Dazu müssen Kündigung und Wechsel gleichzeitig erfolgen. Der Vorgang ähnelt einem Provider-Wechsel: Zuerstschicken Sie per Fax oder Brief eine Erklärung an Ihren Provider, in der Sie Ihre Absicht erklären, die Domain an Herrn oderFrau X abzutreten, und darum bitten, dem "Provider-Wechsel" zuzustimmen.

Derjenige, der die Domain übernehmen will, muss die auf Sie registrierte Domain bei seinem Provider beantragen und dem Antrag eine Kopie Ihrer Abtretungserklärung beilegen. Dieser Provider schickt dann einen Auftrag zum Provider-Wechsel an die zentrale Stelle für die Verwaltung deutscher Domains (Denic - Deutsches Network Information Center).

Um sicherzustellen, dass die Domain nicht unrechtmäßig übertragen wird, schickt Denic den Auftrag zur Bestätigung an Ihren Provider. Diesem liegt inzwischen die Abtretungserklärung vor, und er teilt daher dem Denic seine Zustimmung mit. Erst dann erfolgt die Umschreibung.

Einige Anbieter ziehen jedoch die einfache Kündigung der Domain vor, um Verwaltungskosten zu sparen. Nach Auskunft des Denic sollten Sie dann aber auf die Umschreibung drängen. Die Provider sind verpflichtet, alle anfallenden Verwaltungsaufgaben gegenüber dem Denic für Sie zu erledigen. Allerdings können sie Ihnen die zusätzlichen Kosten in Rechnung stellen.

www.denic.de

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