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Die richtige Wandstärke

10.09.2015 | 09:33 Uhr |

Die Wandstärke entscheidet im 3D-Druck, wie stabil ein Gegenstand ausfällt. Diese Kniffe helfen beim Einstellen.

Im 3D-Druck entscheidet unter anderem die richtige Wandstärke, ob ein Objekt gelingt oder nicht. Da sich jedoch jedes 3D-Modell mit dem eingesetzten Material auf eigene Weise reagiert, ist es oft schwierig, die richtige Stärke herauszufinden. Diese Kniffe helfen bei der Orientierung.

Das bedeutet Wandstärke: Wie dick der Aufbau von Oberfläche zu Oberfläche ausfallen soll, wird durch die Wandstärke bestimmt. Je kleiner ein Objekt ist, desto dünner kann auch die Wandstärke sein. Umgekehrt verlieren große Gegenstände schnell ihre Stabilität, wenn sie mit zu geringer Wandstärke gedruckt sind.

Wandstärke und Druckmaterial: Neben der Objektgröße bestimmt das Druckmaterial, wie dick eine Wand ausfallen muss. Soll das fertige Objekt flexibel bleiben, beispielsweise eine Smartphone-Hülle, die über das Gerät gestreift wird, können zu starke Wände den Gegenstand versteifen. Zu dünne Wände lassen ihn hingegen reißen. Die Einstellung im Druckprogramm sollte hier bei Kunststoffen zwischen 1,5 und 2,5 Millimetern liegen.

Kommen Metalle als Druckmaterialien zum Einsatz, können die Wandstärken entsprechend dünner gewählt werden. Der Grund: Metalle haben an sich eine höhere Stabilität. Dienstleister verweisen darauf, dass sich Stahl bis zu 0,3 Millimeter, Titan bis zu 0,4 Millimeter fein drucken lassen. Keramik wiederum zählt zu den empfindlichen Druckmaterialien. Abhängig von der Größe des Objekts sind Wandstärken von drei bis sechs Millimeter nötig.

Auch zu dicke Stärken können Probleme verursachen: Gerade bei Metallen oder Keramik erzeugen zu starke Wände Spannungen im Druckobjekt – der Gegenstand reißt. Für Keramik gilt eine Wandstärke von 15 Millimetern als Obergrenze. Bei Metallen sollten zehn Millimeter nicht überschritten werden.

Wandstärke und Hilfsstruktur: Soll der gedruckte Gegenstand möglichst fein bleiben und gleichzeitig Überhänge aufweisen, überwinden Hilfsstrukturen physikalische Probleme. Eine kleine Figur mit ausgebreiteten Armen lässt sich mit Support realisieren. Ohne würden die Arme während des Drucks bereits abbrechen. Weniger Gewicht ist in diesem Fall wichtig: Bestimmen Sie die Wandstärke so, dass Sie die Arme hohl drucken können. Dabei ist Ausprobieren wichtig: Als Richtschnur kann eine Wandstärke von 1,5 Millimetern dienen. Stellen Sie weniger ein, riskieren Sie, dass die Figur zu instabil ist und leicht bricht.

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