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Die richtige Festplatte für den Netzwerkspeicher finden

28.10.2016 | 14:11 Uhr |

Sie haben ein NAS-System ohne Platte. Unser Tipp erklärt, welche Laufwerkstypen sich in den Netzwerkspeicher einsetzen lassen.

Sie haben ein Netzwerkfestplatte ohne eingebaute Platten gekauft und sind auf der Suche nach der richtigen Laufwerksbestückung. Die Fülle an unterschiedlichen Laufwerkstypen ist im ersten Moment verwirrend. Der Tipp erklärt, wie sich die Festplatten unterscheiden.

Desktop-Festplatten: Von den vier großen Gruppen von Festplatten sind die Desktop-Laufwerke der am weitesten verbreitete Bereich. Er umfasst die Festplatten im 2,5- und 3,5-Zoll-Format, die in PCs und Notebooks eingebaut sind. Sie sind vergleichsweise preiswert. Eine Platte mit 1 TB Kapazität kostet derzeit rund 45 Euro. Für den Einbau in ein NAS-System eignen sie sich nur bedingt, denn sie bringen wenig Vibrationsschutz mit, der im RAID-Verbund die Ausfallsicherheit erhöht. Suchen Sie eine Netzwerkfestplatte für zu Hause, die nicht stundenlang durchpowern muss, sondern im Grunde nur einige Stunden für die Datensicherung und Mediennutzung gedacht ist, kommt eine Desktop-Platte durchaus in Frage. Sehen Sie auf den Kompatibilitätslisten des NAS-Herstellers nach, welche Laufwerke für Ihr NAS geeignet ist.

So richten Sie Ihren eigenen Netzwerkspeicher ein

NAS-Laufwerk: Ist Ihnen eine Desktop-Platte nicht robust genug, stellt ein NAS-Laufwerk eine geeignete Alternative dar. Platten dieses Typs sind speziell auf den Einsatz in NAS-Systemen zugeschnitten. In der Regel kosten sie etwas mehr als die Desktop-Varianten – derzeit rund 60 Euro für eine 1-TB-Platte. Die Hersteller nennen sie Seagate NAS HDD oder WD Red, damit sie sofort als spezielle Laufwerke erkennbar sind. Sie kommen mit Vibrationen besser zurecht und entwickeln weniger Abwärme, da ihre Geschwindigkeit meist bei maximal 5400 Umdrehungen pro Minute liegt. Gleichzeitig sind sie auf Dauerbetrieb ausgelegt und lassen sich deshalb auch im RAID-Systemen mit mehreren Festplatten einsetzen. Die maximal mögliche Kapazität liegt derzeit bei 8 TB. Allerdings lassen sich die größten Platten nicht automatisch auch in jedem NAS verwenden. Aufschluss geben die technischen Daten zu Ihrem System.

Enterprise-Laufwerk: Kommt es auf hohe Verfügbarkeit der Daten, konsistenten Datendurchsatz und Dauereinsatz in großen Systemen an, empfehlen sich Enterprise-Platten. Sie kompensieren noch mehr Vibration als die NAS-Laufwerke. Seagate nennt die Platten Enterprise NAS HDD, WD Red Plus. Preislich liegen sie deutlich über den NAS-Varianten. Sie sind fürs Heim-NAS überdimensioniert.

Überwachungslaufwerk: Die Gruppe von Festplatten ist auf den Spezialeinsatz der Überwachung getrimmt. Sie sollen rund um die Uhr Videoaufnahmen speichern. Dazu sind sie auf Schreibvorgänge optimiert, bieten aber eine niedrige Leistung beim direkten Zugriff. Für den NAS-Einsatz kommen die Laufwerke nicht in Frage. Sie sind zu speziell und teuer.

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Solid-State-Laufwerk: SSDs kommen nur dann für den Einsatz im NAS-System in Frage, wenn eine möglichst geringe Geräuschentwicklung im Fokus steht. Denn bei den Flashspeichern rotiert nichts. Wer denkt, dass sich durch SSDs auch mehr Geschwindigkeit erreichen lässt, muss die geeignete Infrastruktur mitbringen. In einem GBit-Netz merkt man den Tempovorteil nicht, wohl aber in einem 10-GBit-Netzwerk. Im Verhältnis zu Desktop- und NAS-Laufwerken sind SSDs immer noch eine teure Bestückungsvariante. Außerdem lassen sie sich aufgrund des Formfaktors nicht so einfach in jedes NAS-Gehäuse einbauen. Vergewissern Sie sich, das die nötigen Rahmen beiliegen oder extra bestellbar sind.

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