10.10.2011, 10:48

Arne Arnold

Die besten Knack-Tipps

Bluetooth: Sind Nutzer von Hackern gefährdet?

©iStockphoto.com/MotoEd

Bluetooth-Geräte bieten eine offene Angriffsfläche für Hacker aller Art - sofern Sie eine alte Version benutzen. Wir zeigen, wie Sie herausfinden, ob Sie betroffen sind.
Das leistet die Schutzfunktion: Die Bluetooth-Funktechnik ermöglicht den drahtlosen Datenaustausch zwischen zwei Geräten. Weit verbreitet ist sie bei Handys zur kabellosen Verbindung mit einer Sprechgarnitur und der Freisprecheinrichtung im Auto sowie zur Datensynchronisation. Am PC wird diese Technik unter anderem auch zum Anschluss für Tastaturen oder Druckern genutzt. Eine Bluetooth-Verbindung wird stets zwischen zwei Geräten aufgebaut und muss von beiden bestätigt werden.
So lässt sich der Schutz umgehen: Die ersten Versionen der Bluetooth-Technik hatten Schwachstellen. 2005 tauchte sogar ein Virus auf, der sich per Bluetooth-Funk von Handy zu Handy verbreiten konnte. Allerdings nur dann, wenn der Empfänger der Verbindung zustimmte.

Wegen dieser Schwachstellen warnten Sicherheitsforscher lange vor der Nutzung von Bluetooth. Allerdings wurden seit der Bluetooth-Version 2.1 von 2007 keine Sicherheitslücken in dem Funkprotokoll mehr bekannt. Aktuell ist die Bluetooth-Version 4.0. Sie können also bei neueren Geräten davon ausgehen, dass diese weitgehend sicher sind.
Akku-Laufzeit verbessern

Aber auch ältere Geräte lassen sich, wenn überhaupt, nur mit Expertenwissen knacken. Hacker nutzen dafür Programme wie Blue Snarf, Red Snarf oder Blooover. Die Nutzung dieser Software gilt allerdings als illegal, weshalb wir keine Bezugsadresse angeben dürfen.

Auch wenn Bluetooth-Funk heute als sicher gilt, ist es dennoch ratsam, diese Verbindungstechnik zu deaktivieren, wenn man sie nicht benötigt. Denn sie verbraucht sonst unnötig Strom, was besonders bei Handys ärgerlich ist.

Mit dem kostenlosen englischsprachigen Programm Aruba Networks Blue Scanner können Sie prüfen, mit welcher Bluetooth-Version Ihr Handy arbeitet oder ob ein Bluetooth-Gerät unbemerkt noch aktiv ist. Nach dem Start beginnt es sofort mit der Suche nach Geräten. Es findet etwa Handys, PCs, Tastaturen und Headsets mit eingeschaltetem Funk.
Hacker-Geheimwaffe knackt jede Firewall

Ein Doppelklick auf eines der angezeigten Geräte zeigt das Bluetooth-Profil. Darin ist festgelegt, welche Art von Datenaustausch möglich ist. Typisch für ein Handy ist etwa „Handsfree Gateway“, also die Freisprechfunktion. Hier finden Sie eine Auflistung aller Bluetooth-Profile. Die Namen, die Aruba Networks Blue Scanner für die Profile angibt, stimmen zwar meist nicht völlig mit denen in der Liste überein, lassen sich aber dennoch leicht zuordnen. Was bei Aruba Networks Blue Scanner etwa „Handsfree Gateway“ heißt, führt die Liste als „Hands Free Profile“.
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