Windows-Geheimtipp

Versteckten Festplattenspeicher freischalten

Donnerstag den 19.07.2012 um 13:03 Uhr

von Arne Arnold

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© iStochphoto/SchulteProductions
Oft sind einige Schutzfunktionen von Windows eher lästige Hindernisse - wie eine extra Geheim-Partition, die wertvollen Speicherplatz belegt. So löschen Sie diese.
Die Schutzfunktion: Computer mit vorinstalliertem Windows werden meist mit einer so genannten Recovery-Partition auf der Festplatte ausgeliefert. Auf dieser – oft sogar unsichtbaren – Partition ist der Software-Auslieferungszustand noch einmal komprimiert gespeichert. Falls Windows einmal nicht mehr startet, lässt sich der PC mit den Daten in dieser Recovery-Partition einfach in den Urzustand zurückversetzen.

Für viele erfahrene PC-Benutzer ist die Recovery-Partition aber nur verschwendeter Speicherplatz. Sie arbeiten lieber mit eigenen Datensicherungen oder Rettungs-DVDs. Denn bei der Rettung per Recovery-Funktion werden alle Änderungen seit dem PC-Kauf überschrieben. Zudem verbraucht die Recovery-Partition einige GB Speicherplatz, der sich bei PCs mit kleineren Festplatten deutlich besser für andere Daten nutzen ließe.


So lässt sich der Schutz umgehen: Die Daten auf der Recovery-Partition einfach zu löschen, ist wenig sinnvoll. Bei einer versteckten Partition ist dies ohnehin nicht ohne Weiteres möglich. Hier hilft der Paragon Partition Manager 2011 . Es zeigt auch versteckte Partitionen an, kann diese löschen und den Speicherplatz einer anderen Partition zuordnen.

Paragon Partition Manager 2011
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Recovery-Partition löschen: Um die Recovery-Partition zu beseitigen, starten Sie das Programm und wählen im ersten Fenster links „Partition Manager“ und dann in der Mitte noch einmal „Partition Manager“. Im folgenden Programmfenster wählen Sie in der Mitte die Option „Partition löschen“.

Danach startet ein Assistent, der Ihnen alle Partitionen der Festplatte in einem Balken aufgereiht anzeigt. Wählen Sie dort die Recovery-Partition. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche das ist, gehen Sie so vor: Vergleichen Sie die Größe der dort angezeigten Partitionen mit dem Speicherplatz der Laufwerke im Windows-Explorer. Den starten Sie am schnellsten, wenn Sie die Windows-Taste und die Taste E drücken.



Bei Windows XP müssen Sie im Windows-Explorer den Mauszeiger auf ein Festplattensymbol führen, um nach kurzer Wartezeit die Speicherplatzgröße zu erfahren. Bei Windows Vista und 7 wird sie direkt angezeigt. Auch im Partition Manager müssen Sie bei kurzen Balkensegmenten den Mauszeiger auf die entsprechende Partition führen, um die Größe zu erfahren.

Haben Sie die Recovery-Partition gefunden, klicken Sie auf dieses Balkensegment und dann auf „Weiter“. Im nächsten Fenster lassen Sie es bei der Standardvorgabe „Freien Speicher nicht zusammenführen“ und klicken wieder auf „Weiter“. Anschließend erklärt Ihnen der Assistent noch, dass der Löschvorgang erst durchgeführt wird, wenn Sie im Hauptfenster auf „Ausführen“ klicken. Schließen Sie dann den Löschassistenten, indem Sie auf „Beenden“ klicken. Danach landen Sie wieder im Hauptfenster des Partition Managers.

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Andere Partition vergrößern: Den frei werdenden Speicherplatz ordnen Sie dann einer anderen Partition zu. In der Regel haben Sie dabei die Wahl zwischen der System- und einer Datenpartition. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Partition unten im Fenster, und wählen Sie im Aufklappmenü die Option „Partition verschieben / Partitionsgröße ändern“. Im neuen Fenster verlängern Sie den Balken der Partition mit der Maus um den freien Bereich. Danach schließen Sie das Fenster mit einem Klick auf „Ja“.

Zurück im Hauptmenü klicken Sie schließlich auf „Ausführen, Ja“. Nach wenigen Sekunden, fordert der Partition Manager Sie auf, den PC neu zu starten, und führt dann die Änderungen durch.

Achtung: Anschließend funktioniert die Systemwiederherstellung per Recovery-Funktion nicht mehr. Für spätere Notfälle sollten Sie sich daher mit einer Windows-DVD oder einer Sicherung der Systempartition wappnen. Ein so genanntes System-Image können Sie mit einem Image-Programm wie Paragon Backup & Recovery 2011 Free Edition bequem auf externen Speichermedien anlegen, etwa auf DVD(s) oder einer USB-Festplatte.

Donnerstag den 19.07.2012 um 13:03 Uhr

von Arne Arnold

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