Computer-Wartung

Darauf müssen Sie bei der PC-Reinigung mit Druckluft achten!

14.12.2012 | 15:23 Uhr | Heinrich Puju

Neben einer regelmäßigen Systemwartung Ihres Rechners durch entsprechende Optimierungs-Tools empfiehlt es sich auch die Hardware von Zeit zu Zeit wieder auf Vordermann zu bringen. Im Gehäuseinneren abgelagerte Staubschichten behindern etwa die Kühlleistung der Ventilatoren und führen so zu erhöhtem Energieverbrauch, höherer Geräusch- und Lärmentwicklung und verstärktem Verschleiß. So schaffen Sie Abhilfe.

Die Kühlventilatoren des PCs machen den Rechner zum Staubsauger. Ein Blick zwischen die Lüftungsschlitze lässt angelagerte Staubschichten erkennen. Schlimmer schaut es meistens im Inneren von Desktop-PCs aus. Solche Staubschichten sind wärmedämmend und behindern die Kühlung des PCs. Deshalb empfiehlt es sich, bei Tisch- und Tower-Rechnern mitunter eine Innenreinigung vorzunehmen.

Vorbereitung: Besonders rasch und einfach lässt sich eine PC-Reinigung mit Druckluft vornehmen. Solche Produkte für die Druckreinigung gibt es für rund zehn Euro (400 ml) in Sprühdosen. Es sollte sich um ein Druckgas handeln, das vom Hersteller speziell für die Reinigung elektronischer Geräte und EDV empfohlen wird. Produkte, die sich aus brennbaren Gasen zusammensetzen, beispielsweise Butan und Propan, dürfen nicht in der Nähe von offenen Flammen und zur Reinigung heißer Gegenstände und spannungsführender Anschlüsse verwendet werden.

Halten Sie mit der Verlängerung des Sprühventils genügend
Abstand, um bewegliche Teile und Elektronikbausteine nicht zu
starken punktuellen Sprühstößen auszusetzen.
Vergrößern Halten Sie mit der Verlängerung des Sprühventils genügend Abstand, um bewegliche Teile und Elektronikbausteine nicht zu starken punktuellen Sprühstößen auszusetzen.
© Hama

Schalten Sie vor dem Öffnen des Rechners den PC mit dem Netzschalter aus, der sich meist hinten in der Nähe der Stromkabelbuchse befindet, und trennen Sie ihn vom Stromnetz. Entfernen Sie auch die angeschlossenen Gerätekabel. Anschließend lösen Sie die Schrauben der Seitenabdeckung und öffnen den PC. Die Verwendung von Druckgas hat eine starke Temperaturabsenkung zur Folge. Lassen Sie deshalb zwischen dem Ausschalten des PCs und der Reinigung ausreichend Zeit zur Auskühlung vergehen.

Da das Aussprühen mit einer starken Staubentwicklung verbunden ist, sollten Sie das geöffnete Gerät in den Außenbereich, beispielsweise auf einen Balkon oder vor die Haustür, bringen. Selbstverständlich muss es sich um einen trockenen Tag handeln, da selbst kleinste Wassertröpfchen, die bei Regen in den PC wehen könnten, beim Wiedereinschalten zerstörerische Kurzschlüsse verursachen.


Reinigung: Verwenden Sie die Druckluft, indem Sie stoßweise aus genügend großem Abstand den Staub aus dem Gehäuse herausblasen. Pusten Sie zunächst die Ventilatoren aus, wobei Sie die Rotoren mit einem Stäbchen festhalten, um sie vor wilder Drehung zu schützen, die für Lager und Elektromotor schädlich ist. Richten Sie den Druckstrahl dabei niemals direkt auf bewegliche Teile, zum Beispiel das Innenleben von Laufwerken oder Schalter, da seine Kraft die Mechanik dejustieren kann.

Blasen Sie die Hauptplatine und danach den Rest des Innenraums aus. Vermeiden Sie es, zu intensiv auf elektronische Bausteine zu zielen. Nach der Reinigung kontrollieren Sie, dass sich keine Rückstände oder Feuchtigkeit auf den elektronischen Bauteilen befinden, und ob sich die Ventilatoren weiterhin leichtgängig drehen lassen. Daraufhin schließen Sie den Computer, schrauben das Seitenblech fest und stellen die Anschlüsse zu den Geräten und zum Stromnetz wieder her, um ihn dann – ganz sauber – wieder in Betrieb zu nehmen.

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