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Den richtigen Arbeitsspeicher finden

28.05.2014 | 11:31 Uhr |

Mehr RAM einzubauen, ist die günstigste und einfachste Art, einen PC zu beschleunigen. Das höchste Tempoplus erreichen Sie aber nur mit dem passenden Arbeitsspeicher. Lesen Sie, was Sie tun können.

Zunächst müssen Sie darauf achten, dass Sie Speicherriegel kaufen, die in die Steckplätze auf der Hauptplatine passen. Seit rund drei Jahren arbeiten PCs mit DDR3-Speicher. Ältere Rechner haben in der Regel Steckplätze für DDR2-Speicher. Schauen Sie im Handbuch nach, welchen Speicher Ihr Rechner benötigt: Die Riegel haben zwar jeweils 240 Kontakt-Pins. Bei DDR3 liegt die Einkerbung jedoch weiter links als bei DDR2, sodass die Riegel nicht in einen Steckplatz für das jeweils andere Format passen.

So bekommen Sie das maximale Tempo: Für das beste Tempo empfiehlt es sich, zwei oder mehrere gleiche RAM-Riegel im Mehrkanalmodus zu betreiben. Dadurch kann der Speicher-Controller auf beide Riegel gleichzeitig zugreifen. Haben beide Riegel die gleichen Tempowerte, läuft der Mehrkanalmodus am schnellsten und stabilsten. Diese Werte finden Sie im Datenblatt des Speichers und zumeist auch auf den Modulen aufgedruckt. Der wichtigste Wert ist die Taktrate, mit der die Speicherbausteine die Datenübertragung durchführen: DDR3-1600-Speicher arbeitet beispielsweise mit 800 MHz. Wegen der damit maximal möglichen Transferrate von 12,8 GB pro Sekunde hei-ßen entsprechende Speicherriegel PC3-12800. Wenn Sie Riegel mit unterschiedlicher Taktrate parallel betreiben, läuft der Speicherdurchsatz immer mit den Tempowerten des langsamsten Moduls.

Wollen Sie die Speicherriegel perfekt aufeinander abstimmen, sind noch weitere Werte wichtig, die Sie auf dem RAM finden, beispielsweise CL 9-11-9-27. Der erste Wert steht für die CAS Latency (CL): Sie bezeichnet die Verzögerung zwischen dem Ansprechen einer Speicherzelle und dem Bereitstellen ihres Inhalts. Die CL entfällt bei Schreibbefehlen.

Die weiteren Werte stehen für RAS to CAS Delay (die Zeit von der Aktivierung einer Zelle bis zum Absenden eines Lese- oder Schreibbefehls), RAS Precharge Time (die Zeit zwischen dem Precharge und einer erneuten Aktivierung) sowie Row Cycle Time (die Zeit zwischen zwei Aktivierungsbefehlen für Zellen in einer Speicherbank). Diese Werte sind in Taktzyklen angegeben, die absolute Zeit hängt also von der jeweiligen Taktrate ab, mit der der Speicher betrieben wird.

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